00:01
Schlafen kannst du woanders. Deine Story. Deine Nacht.
00:05
Die Night Lounge. Mit Daniel. Auf Big FM.
00:08
Rheinland-Pfalz. Baden-Württemberg. Hessen. NRW. Und im Saarland.
00:17
Guten Abend Deutschland, mein Name ist Daniel Kaiser. Willkommen zur Night Lounge heute am Freitag, den 31. Juli 2026. Kurz nach zwölf haben wir es, wir starten wieder durch. Es ist die letzte Folge vor der Sommerpause und ihr habt es euch gewünscht, dass wir heute Abend Geschichten-Bingo spielen. Unsere zweite Folge Geschichten-Bingo.
00:38
Bedeutet wie folgt, ich habe hier zwölf Felder, es gibt sogar noch ein paar Extrafelder, falls wir heute doch nicht alle zwölf voll bekommen. Ich stelle das erste Feld vor und ihr habt dann insgesamt 90 Sekunden Zeit, um anzurufen, wenn ihr sagt, das trifft auf mich zu, dazu kann ich dir eine Geschichte erzählen. Und hat beim letzten Mal wunderbar geklappt. Wir haben, glaube ich, alle zwölf Felder bekommen. Das hat mich wirklich sehr gefreut. Diesmal war es ein bisschen schwer, weil beim zweiten Mal muss man sich wieder neue Gedanken machen, neue Ideen sammeln.
01:12
Ich glaube, dass die Redaktion sich da wirklich Mühe gegeben hat. Und sie haben mir jetzt hier ein paar Umschläge gegeben. Ich darf sie also gemeinsam mit euch gleich lüften und bin sehr gespannt, was da drin steckt. Also, anrufen dürft ihr, sobald ihr sagt, ja, das trifft auf mich zu, da kann ich dir eine Geschichte zu erzählen. Wir fangen mit dem ersten Feld an. Heute Abend lautet unser erstes Feld. Wer hat schon einmal in einem Nachtzug übernachtet, geschlafen?
01:42
Das ist die Story, die wir hören wollen. Und ich bin sehr gespannt, ob wir eine Person finden, die schon einmal in einem Nachtzug geschlafen hat. Wisst ihr, was ein Nachtzug ist? Es gibt so Betten drin, da kann man dann auch längere Stunden drin liegen und schlafen. Und vielleicht finden wir ja jemanden. Erster Anrufer.
02:06
Hier ist... Hallo!
02:07
Hallo, wer ist dran?
02:09
Hi, hier ist Jana aus Stuttgart, hi.
02:11
Jana, Bingo oder nicht Bingo?
02:14
Bingo.
02:15
Wirklich? Du hast schon mal in der Nacht zugeschlafen?
02:18
Ich habe in der Nacht zugeschlafen, ja.
02:20
Die Story will ich hören, erzähl.
02:23
Ich mache es kurz, damit wir alle 12 Fragen durchkriegen.
02:26
Nein, nein, wir haben Zeit, keine Sorge, ich habe da schon einen Blick drauf.
02:30
Okay, also wir waren in der 12. Klasse und wir hatten eine Klassenfahrt nach Rom.
02:39
Mit allen zwölf Tests vom Schickabgebiet.
02:43
Oh, jetzt hören wir dich nicht mehr. Oh, nicht mehr. Und das war so lustig. Also es war total unbequem, absolut. Und es war auch echt laut, diese quietschenden Dinge. Ich glaube, wir haben gefühlt, ich weiß gar nicht, wie viele Stunden wir da gefahren sind. Es war so ein richtiger Bummelzug. Jedes Dorf wurde angehalten. Wir sind dann auch irgendwann mal ins Bett gegangen und wurden von unseren Lehrern geweckt, weil die Bar im Zug zu hatte.
03:12
Genau, die hatten kein Alkohol mehr. Und dann haben sie uns gefragt, ob wir noch Bier hätten. Wie alt wart ihr damals?
03:21
Erzähl.
03:22
Oh Gott, wir waren da 12. Klasse. Wie alt ist man da? 17, 18 waren wir da.
03:27
16, 17, 18. Krass. Und wohin wart ihr unterwegs?
03:32
Nach Rom. Von Stuttgart nach Rom.
03:34
Von Stuttgart nach Rom. Wie viele Stunden fährt man da?
03:37
Boah, es war ewig, ich glaube 14 Stunden oder so, ich weiß gar nicht, es war echt lang.
03:42
Aber ohne Umsteigen, das ist der Vorteil, man kann wirklich durchfahren.
03:45
Man kann durchfahren, man kann durchfahren eigentlich, ja, wenn die Klasse alt nicht wäre und die Lehrer natürlich, also wenn sie nicht mehr eingeschlafen sind. Dann hat sie bei uns an der Tür geklopft und die wussten, wir hatten noch ein paar Bierdosen gekauft und dann kamen die da angekrochen und dann haben sie uns sogar Bier abgekauft, das weiß ich noch.
04:02
Wie viele schlafen da in so einer Kabine?
04:04
Wir waren zu viert. Wir waren zu viert. Vier Leute in einer Kabine. Also vier Betten, aber ich glaube, wir waren zu sechst oder zu siebt sogar. Wir haben uns diese engen, die sind ja ultra eng, diese Dinger, diese Betten, die so aufklappbar sind.
04:19
Und ist da auch Bettwäsche dabei? Also Kissen und Decke? Das sind Bettlaken.
04:23
Ja, das ist so ein Pseudokissen. Es ist ganz normal so eine Decke, so eine ganz kratzige, mit so einem dünnen Bettlaken drunter und dann diese harte Decke drüber. Das war ganz ekelhaft. Und das Kissen, ich erinnere mich, das war überhaupt nicht hoch. Das war so ein flaches, also du hast den Kopf reingelegt und du hast eigentlich auf der Matratze geschlafen. Das war echt ekelhaft. Ich glaube, ich habe damals sogar meinen Rucksack noch genommen. und habe den da drunter gelegt.
04:52
Damit dein Kopf höher ist, meinst du jetzt?
04:54
Damit mein Kopf höher ist, ja, ja. Das war echt nicht schön. Also es war total unbequem. Und ich habe oben geschlafen. Ich habe oben geschlafen und das ganz doof war, dass die dann das Fenster kippen wollten und dann hast du das Fenster direkt auf deiner Höhe.
05:10
Ja.
05:11
Also ich kann es nur jedem empfehlen, also nicht empfehlen, und zwar wenn man in so einem Nachtzug mal schläft, nicht oben zu schlafen, weil dann hast du die ganze Zeit den Zug, also den Luftzug.
05:21
Das weiß ich noch. Da habe ich einen steifen Nacken am nächsten Tag.
05:24
Warum hast du dich nicht umgelegt? Da, wo die Beine sind, mit dem Kopf getauscht?
05:28
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich war ich auch ein bisschen zu angetrunken.
05:34
Haben die das einfach so durchgehen lassen, die Lehrer? Weil normalerweise sind die doch immer so streng bei sowas.
05:39
Also ganz ehrlich, ich will ja nicht sagen, in welchem Jahrgang wir waren oder so, aber also wir hatten, also die eine war auf jeden Fall, die hatte bestimmt ein Alkoholproblem. Der andere ist sogar, die zwei sind tot von den drei Lehrern, die dabei waren. Die sind gestorben.
05:58
Hat jetzt aber nichts mit der Zugfahrt zu tun, das muss man noch dazu sagen.
06:03
Aber die hatten schon so ihre Alkoholnäschen. Also das hat man dann schon gesehen, dass die Nase so, kennst du das? Ja, ja. Ja, die haben schon getrunken, ja. Das war schon.
06:18
Also hast du jetzt im Endeffekt da eigentlich gepennt oder warst du eigentlich die ganze Zeit wach?
06:21
Oder hast du wirklich mal so ein, zwei Stunden wirklich... Also ausgeruht, vielleicht, wenn es hochkommt, so richtig geschlafen, vielleicht insgesamt eine Stunde oder so. Also, nee, viel war es nicht. Viel war es nicht. Vor allem, die ganze Zeit kommt ja dann auch der Typ da rein und will die Gefahrkarten sehen. Das kam ja dann auch. Und wenn er dann gemerkt hat, da war ich ja schon, dann knallt er die Tür wieder zu. Also eigentlich damals war es Horror. Es war vor 20 Jahren. Ich hoffe, es hat sich gebessert. Aber seitdem bin ich auch nie wieder mit dem Nachtzug gefahren.
06:52
Obwohl sehr viele empfehlen übrigens. Meine Kollegin letztes Jahr, die ist auch nach Italien mit dem Nachtzug und hat gemeint, das ist super.
06:57
Das heißt, du bist jetzt Ende 30? Ja.
07:02
Mitte 40.
07:03
Und du bist aber nie wieder Nachtzug gefahren seitdem?
07:06
Nie wieder, nie wieder.
07:07
Würdest du es nochmal machen?
07:11
Also was ich schon immer mal machen wollte, ist mit diesem Orient Express fahren. Ich auch.
07:15
Das hätte ich schon gerne mal gemacht. Aber das ist, glaube ich, dann nicht auf so einer Britsche mit, ich glaube, das ist dann schon ein bisschen gemütlicher, oder?
07:23
Ein bisschen gemütlicher, denke ich auch, ja. Das würde ich auch so gerne machen.
07:27
Ich weiß gar nicht, ob der immer noch fährt oder ob der gerade aus politischen Gründen eher, weil das ist ja immer so eine Frage, kommt man da gut durch oder nicht?
07:37
Wahrscheinlich. Ich glaube, da müsste man ein bisschen Umwege fahren, glaube ich mittlerweile. Keine Ahnung.
07:43
Magst du prinzipiell so Zugfahren und auch über Nacht über längere Strecken? Oder ist das eher so was, wo du sagst, Zugfahren hat mich noch nie so wirklich abgeholt?
07:53
Also ich bin eigentlich schon mein ganzes Leben lang Zug gefahren. Ich habe auch meine Ausbildung schon...
07:59
in Frankfurt angefangen. Und da die Mieten in Frankfurt so hoch waren, bin ich jeden Morgen von Stuttgart nach Frankfurt gependelt. Also das geht schon. Es ist anstrengend, aber es geht. Und ich finde aber, du kommst da echt, du hast diesen Stress nicht vom Verkehr mit dem Bremsen, mit dem Stau und allem. Und damals, muss ich ehrlich sagen, war die Bahn nicht ganz so schlimm.
08:22
So mit Verspätungen und überall diese Baustellen, gerade am Hauptbahnhof oder so in Stuttgart, da vergeht es dir ja schon. Da hast du ja gar keine Lust, mit dem Zug wegzufahren. Da brauchst du erst eine halbe Stunde, um überhaupt zu den Gleisen zu kommen. Von daher macht es jetzt heutzutage, glaube ich, nicht mehr so viel Spaß. Aber ich glaube, das letzte Mal, als ich mit dem Zug gefahren bin, das war vor...
08:47
sieben Jahren oder so, aber wenn ich jetzt so die Möglichkeit hätte...
08:52
Äh, ja, jetzt geht es eigentlich nur so um Zug zum Flug oder so.
08:56
Mehr nicht. Ja gut, das ist ja immer so eine Kurzstrecke im Prinzip. Du wirst mich vielleicht für verrückt halten, aber es gibt auf YouTube ein Video, das geht, glaube ich, neun Stunden.
09:05
Ja, ich weiß.
09:06
Es ist ein Nachtzug, der fährt, ich glaube, durch Russland oder so fährt der.
09:11
Also, glaube ich jedenfalls. Und ich höre das, manchmal mache ich das an und ich liebe dieses Geräusch von dieses... Ja, ich habe
09:21
Das ist übelst beruhigend.
09:28
Ich weiß auch nicht, warum.
09:30
Das ist echt gut.
09:32
Doch, du hast schon recht. Es hat was.
09:34
Und weißt du, was ich auch toll finde? Wenn du dann dieses Geräusch, wenn die dann so anhalten in irgendeinem Bahnhof, Und du hörst dann so, wenn das so langsam wieder losgeht und so weiter. Ich weiß ja nicht warum, aber ich mag dieses Geräusch, auch wenn ich mir vorstelle, dass es, glaube ich, super unbequem zum Schlafen ist. Aber das Geräusch ist cool. Und ich finde auch, nachts Zugfahren hat was. Also ich bin schon öfters mal nachts gefahren, aber jetzt, wie gesagt, halt nicht über Nacht, sondern halt nur eine Stunde oder zwei oder so. Und ich finde das irgendwie, ja, so wie alles so die ganzen Lichter so an einem vorbeirauschen.
10:04
Ja, das stimmt schon. Also es hat schon was Schönes, das Zugfahren. Außer du hast natürlich irgendjemanden neben dir sitzen, der echt nervig ist oder so. Aber wenn du so mit guter Begleitung zum Zug, gechillt, so richtig schön angenehm, kein so großes Ding. Ja doch, stimmt schon. Aber so, wie gesagt, bist du schon mal Ferie gefahren über Nacht?
10:24
Ja, vor drei Jahren. Nee, nee, nee, ich bin von Albanien nach Italien mit der Fähre über Nacht. Das waren, glaube ich, acht Stunden oder so ungefähr. Und unvergesslich, es war so schön, wirklich, es war so schön. Ich habe aber nicht geschlafen.
10:40
Eine Außenkabine, nach nicht geschlafen?
10:42
Nee, nee, nee, ich habe mich alleine oben aufs Deck gesetzt, also hinten, wie sagt man das denn, also da, wo die Schiffsschraube ist, und habe auf dieses schwarze Meer geblickt.
10:52
Das ist schön.
10:53
Und dann wurde es so langsam hell und du sahst, so wie die Sonne aufgeht über dem Meer. Ich werde das nie vergessen.
10:58
Das war so schön. Das ist echt schön. Ich bin meistens immer von Ancona nach Griechenland rüber, nach Patras. Das war auch schön. Das sind aber auch über 24 Stunden und so. Und dann übernachtest du dort auch. Also ich habe es einmal gemacht. Das ist fast das gleiche Bett wie im Zug. Und Innenkabine total eigentlich komplett nervig, weil es ist auch laut.
11:22
Jana ist rausgeflogen. Oh nee, ich habe nichts gemacht. Jana, die Verbindung war einfach weg gewesen. Gut, ich muss sowieso weiterziehen. Ich danke dir auf jeden Fall für deine erste Story. Unser erstes Feld ist gelöst worden. Und es geht weiter mit Geschichten, Bingo. Wir kommen zu Feld Nummer 2. So, was haben die netten Kollegen da reingemacht?
11:44
Mal grad gucken.
11:46
Ach, okay, ja gut, das sollten wir doch hinkriegen. Ich bin mal gespannt. Wer hat ein Bild von sich und seinem Partner, seiner Partnerin auf dem Eiffelturm? Wer hat ein Bild von sich und seinem Partner oder seiner Partnerin auf dem Eiffelturm? Warum denn auf? Warum nicht unter? Also unter dem Eiffelturm habe ich ganz viele Bilder.
12:13
Wer hat ein Foto gemacht? In Paris, der Stadt der Liebe. Ich glaube, es müsste eigentlich easy sein, da jemanden zu finden. Weil sowas macht man ja ständig. Und außerdem können wir es gerade sowieso nicht überprüfen. Wir sind im Radio.
12:27
Aber wer von euch hat's gemacht? Wer von euch war in Paris mit seinem Schatzi auf dem Eiffelturm und hat ein Foto gemacht? Die Wahrscheinlichkeit ist bei, ich sag mal 99 Prozent, dass man da ein Foto gemacht hat. Da fliegt man ja nicht, fährt man ja nicht umsonst irgendwie hin. Finden wir eine Person oder ein Pärchen, das sich meldet und sagt, ja, wir haben dieses besagte Bild. Wir können es dir auch schicken, wenn du willst. Dann habt ihr jetzt die Gelegenheit.
12:55
Oder scheitern wir schon bei Frage Nummer 2? Und wir werden dieses Feld nicht ausfüllen können.
13:03
Hm, bis jetzt klingelt es noch nicht. Es fühlt sich also keiner angesprochen. Wer hat ein Bild von sich und seinem Partner, seiner Partnerin auf dem Eiffelturm? Jetzt klingelt es. Hier ist der Daniel, wer ist dran?
13:24
Hallo? Wer ist denn da?
13:27
Ach, hier ist der Ralf von Bonn.
13:29
Ralf, Bingo oder nicht Bingo? Ja, können wir machen. Ja, Bingo? Du hast ein Bild von dir und deiner Partnerin auf dem Eiffelturm?
13:37
Ja, das finde ich aber jetzt nicht.
13:40
Es ist nicht schlimm, aber du hast eins, ja?
13:43
Ja, das haben wir mal gemacht, aber ist aber schon lange her.
13:47
Ja, wann denn? Wann hast du das denn gemacht? Ist das deine jetzige Partnerin oder deine Ex-Partnerin?
13:51
Ach, früher mit einer Freundin, Mann. Ich glaube, ich würde das gar nicht mehr finden.
13:58
Aber du bist mit der nicht mehr zusammen, oder wie?
14:00
Nee, nee, nee, doch was.
14:02
Ja, erzähl mal, wer war das denn? Wie alt warst du denn damals, Ralf?
14:05
Ach, wie alt war ich da?
14:11
30. Okay, also schon ein erwachsener Mann. Und wie lange wart ihr damals zusammen? Oder war das so die ersten Wochen, wo man solche romantischen Ausflüge nach Paris macht?
14:23
Nochmal, ich habe nicht genau verstanden, Daniel. Was hast du gesagt?
14:27
Ich habe gesagt, war das am Anfang der Beziehung oder war das, weil normalerweise macht man so Paris-Ausflüge ja am Anfang.
14:34
Ach, das weiß ich nicht mehr. Wie alt bist du denn heute, Ralf? Nee, nicht direkt am Anfang. Da waren wir schon eine Zeit lang zusammen. Da waren immer so Bustouren, so vier Tage. Mit dem Reisebus immer gefahren.
14:53
Du bist mit ihr damals mit dem Reisebus gefahren. Das ist aber sehr unbequem.
14:58
Ja, mit dem Auto fahre ich nicht nach Frankreich, nach Paris. Da kriegst du erstmal gerne Parkplatz und dann wirst du noch abgeschleppt.
15:03
Das kann ich dir, da gebe ich dir recht, stimme ich dir zu. Das werde ich nie wieder machen. Ich bin einmal mit dem Auto vor zwei Jahren oder so, bin ich nach Paris reingefahren. Werde ich nie wieder machen. Parkt lieber außerhalb, ist wirklich mein persönlicher Tipp. Fahrt mit den Öffentlichen rein. Es ist so voll, es ist so stressig. Diese ganzen Rollerfahrer, die super nah an deiner Tür vorbeifahren, die fühlt dir jedes Mal den Spiegel abreißen.
15:27
Es ist verrückt. Daniel, ganz kurz. Das erste Mal in Paris war ich mit meinen Eltern. Da sind wir über Luxemburg gefahren. Und da haben wir außerhalb von Paris in einer Gaststätte, das habe ich noch in Erinnerung, ein Zimmer bekommen. Das war aber außerhalb von Paris. Und da hat dann ein Tag später, zwei Tage später der Wort gesagt, wir wollen mal den Wagen umsetzen auf dem Parkplatz.
15:58
Ja, und dann? Ja, wir sind ja immer mit der Metro reingefahren in die Stadt. Das war so ungefähr bestimmt noch eine gute, na, da war eine gute Ecke außerhalb von Paris, wo mein Vater damals das gefunden hat, die Gaststätte. Der hat die damals gefunden auf gut Glück, also nicht gebucht. Irgendwie rumgefahren außerhalb von Paris und dann hat der irgendwie das gefunden, wie es so damals so war.
16:26
Ja.
16:28
Und da hat der Wirt gesagt, den Wagen mal umsetzen, damit die Jungs wissen, die Verbrecher, der Wagen wird bewegt.
16:39
Ah, okay. Kriminalität, ja.
16:43
Das habe ich auch schon häufig gehört. Mir haben schon einige Leute in den letzten Jahren gesagt, dass sie da Probleme hatten mit Auto und Autodiebstahl. Besonders irgendwas, was aus dem Auto entwendet wurde.
16:53
Das ist schon ganz lange her. Das ist schon 40 Jahre her, klar.
16:57
Bei mir ist es, also die Geschichten von meinen Freunden sind noch nicht so lange her. Jetzt müssen wir aber die Geschichte noch, also du warst damals mit deinem damaligen Schatzi in Paris, ihr seid mit dem Bus dahin gefahren. War das damals deine Idee, so von wegen ich überrasche Schatzi oder von wem kam das?
17:12
Nö, nö, nö, nö, nö, nö, nö, nö, nix überraschen, einfach nur, weil Paris ist immer eine Reise wert. Ich war schon im Moment so oft, ich weiß ganz genau, ich war schon achtmal da und ich kenne mich auch sehr gut aus in Paris, auch überall, auch zu Fuß mit der Metro und Wo die Stationen alle sind.
17:30
Ja, wunderbar. Dann kannst du mir ja die Frage beantworten. Mich hat immer interessiert und ich war jetzt in meinem Leben, glaube ich, schon drei oder viermal in Paris. Ich habe aber nie mir die Mühe gemacht, diesen Eiffelturm hinaufzusteigen oder hinaufzufahren. Und ich würde gerne mal wissen, was kostet das eigentlich? Weißt du das zufällig?
17:47
Oh, frag mich jetzt nicht.
17:51
Du warst doch schon achtmal da. Ich dachte, du wärst da schon öfters mal...
17:54
Weil es zu teuer war? Immer geht man ja auch nicht drauf. Weil Paris hat ja so viele Sehenswürdigkeiten.
18:13
Kai, hat es sich denn gelohnt oder hat es sich nicht gelohnt?
18:16
Was denn? Auf dem Eiselturm?
18:18
Ja. Würdest du sagen, die Aussicht von da oben, das ist es auf jeden Fall mal wert? Einmal im Leben sollte man es gesehen haben?
18:27
Ja. Der Ausblick ist ja schon allein dieses tolle Bauwerk. Die Aufzüge, die hochfahren und die Treppen. Man kann auch zur Not, kann man auch, glaube ich, bis bei einer bestimmten Etage kann man auch hochlaufen.
18:43
Ich glaube, fast bis zur Mitte, glaube ich, Kann man, wenn man will, hochlaufen. Aber wir sind gefahren. Wir sind nicht gelaufen. Das weiß ich noch. Bis ganz nach oben.
18:58
Darf ich dir meine Eiffelturm-Geschichte erzählen?
19:02
Die ist sehr unangenehm, aber ich möchte sie mit euch teilen, damit ihr euch schadenfreudig über mich amüsieren könnt. Ich war zwölf ungefähr, wo ich das erste Mal in Paris war, mit meinem Papa damals. Und es war mir ein großes Anliegen, diesen Eiffelturm zu sehen. Und ich sah ihn auch. Damals war das noch nicht so abgesperrt wie heute. Heute ist das abgesperrt so drumherum. Da kommt man gar nicht mehr so easy dran. Damals war das nicht so. Das war ein offener Bereich.
19:26
Ist ja jetzt aus Sicherheitsgründen, glaube ich, so ein bisschen anders gemacht worden. Und auf jeden Fall stand ich dann da unten und wir sind auch nicht hochgefahren. Ich weiß gar nicht, warum. Ich glaube, vielleicht war es mal ein paar Bar zu teuer. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hatte ich das große Bedürfnis, ich will ihn wenigstens mal angefasst haben. Also wenigstens einmal so sagen, hier, ich habe den Eiffelturm berührt. Und jetzt bin ich an einem von diesen vier Säulen, diesen Füßen.
19:50
Ja. Kannst mir noch folgen. So, und dann packe ich da dran, ungefähr ein Meter über dem Boden quasi. Hab mich wahnsinnig gefreut. Und die ganze Rückfahrt roch meine Hand nach Urin.
20:06
Echt? Mensch, Ralf, da hat irgendjemand an den Eiffelturm gepinkelt und ich hab da dran gefasst. Das ist total unangenehm gewesen.
20:13
Naja, ist klar, aber ja, regulär, das...
20:18
Ich war sowas von angepisst, sage ich dir. Also das war... Ich werde den Eiffelturm nie wieder anfassen.
20:26
Nee, nee. Aber da laufen doch regulär auch immer Ordner rum und Wachleute. Wer wagt denn das, sich doch da hinzustellen? Da müsste es ja schon abends gewesen sein im Dunkeln.
20:41
Du, Ralf, das ist jetzt knapp 30 Jahre her. 28. Das war eine andere Zeit hier.
20:49
Daniel, klar. Aber wie gesagt, Paris ist schon eine Reise wert.
20:54
Schöne Geschichte. Ralf, danke dir.
20:56
Schönen Abend wünsche ich dir. Alles Gute.
21:01
Wer hätte das gedacht, dass wir doch noch jemand finden. Ralf mit seiner Paris-Geschichte. So, willkommen zum nächsten Feld. Reicht mir bitte den Brief. Also, dann machen wir mal auf und gucken wir mal rein.
21:15
Ob wir da... Oh, das ist aber jetzt... Das könnte schwer werden. Mal gucken. Also ich finde es schwerer als die Aufgabe jetzt. Unser drittes Feld lautet... Soll ich auch vorlesen, was die Redaktion dazu geschrieben hat? Wer ist schon mal auf einem Kamel geritten? Und in Klammern steht, Ex-Partner gelten nicht. Okay. Wer ist schon mal auf einem Kamel geritten?
21:40
So, das ist die Aufgabe für die nächsten 90 Sekunden. Finden wir eine Person. Mann, Frau, egal, wer ist schon mal auf einem Kamel geritten? Kann man, glaube ich, sowieso nur im Ausland, oder kann man das in Deutschland? Ich glaube nicht. Ich glaube, sowas gibt es bei uns nicht. Ich bin bisher nur auf einem Pferd geritten. Ich bin noch nie auf einem Kamel geritten. Mal gucken, wen wir finden. Nette Idee von der Redaktion. Wen haben wir dran? Da ist jemand mit der 01.
22:09
Ja, hallo, hier Leon.
22:11
Leon, Bingo?
22:13
Ah, ja, Bingo. Nein, du bist schon mal auf einem Kamele geritten? Ja, ja, tatsächlich auch in Deutschland.
22:20
Okay, wann war das? Erzähl, fang an.
22:23
Boah, das war in meiner Kindheit. Das war im Europapark. Im Europapark gibt es im Winterzauber immer einen Zirkus und da waren auch mal In einer Show Kamele und da wurde ich tatsächlich dann aufgerufen und dann durfte ich tatsächlich mal auf einen Kamel reiten. Kommst du auch aus Freiburg oder aus welcher Ecke bist du? Nee, nee, Baden-Baden. Ach, Baden-Baden.
22:48
Aber das ist ja nicht so weit den Weg bis runter aus dem Park.
22:51
Und da warst du noch ganz klein, oder wie? Boah, ich glaube, da war ich sechs oder sieben, ja.
22:56
Das weißt du noch? Die meisten Leute, die hier anrufen, die wissen noch nicht mal mehr, was sie gestern gegessen haben.
23:01
Und du weißt noch, dass du... Ja, doch. Echt? Ja, ja. Also ich bin ja auch eigentlich im Europa-Park groß geworden. Also da sind schon sehr viele Erinnerungen.
23:11
Okay, cool. Hast du Angst damals gehabt?
23:15
Ja, auf jeden Fall. Das war ja ein Riesenviech. Also hatte ich schon so Respekt davor, auf jeden Fall. Und dann wurde ja... Also das Kamel hat sich ja wie hingesetzt. Und wo es dann aufgestanden ist, das war dann schon auch beängstigend, weil die stehen ja irgendwie von... vorne auf. Aber da waren auch sehr nette Leute. Also ja, war voll cool auf jeden Fall die Erfahrung.
23:39
So und dann läuft man da einmal im Kreis durch die Manege und dann war es das wieder, oder?
23:44
Ja, genau. Ja, ja, ja.
23:46
Sind Kamele deine Lieblingstiere geworden?
23:49
Nicht wirklich oder doch? Also ich habe ja so ein Faible für so exotische Tiere. Also so ein Kamel zu Hause wäre natürlich schon cool.
24:00
Ich wollte immer einen Alpaka haben. Ich war so ein Alpaka-Fan.
24:03
Ja, die sind auch cool.
24:06
Aber die sind ja aus Chile, glaube ich. Ich glaube, Alpakas kommen aus Chile, wenn ich mich nicht irre. Bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube.
24:13
Das weiß ich tatsächlich nicht, aber kann gut sein, ja.
24:16
Was mich auch über Kamele immer wahnsinnig fasziniert hat, jetzt wo ich gerade so drüber nachdenke, die schaffen es ja wirklich super lange, ohne Wasser auszukommen, ne?
24:25
Ja, das wollte ich auch gerade sagen. Das finde ich auch faszinierend. Und wenn die da mal was trinken, dann trinken die keine Ahnung, 50 Liter oder so.
24:32
Wie machen die das? Und trotzdem sind die ja auch in der Lage, dich dann zu tragen oder Gepäck zu tragen. Also das ist schon bemerkenswert.
24:41
Ja, schöne Tiere. Also ich finde die auch sehr schön.
24:44
Muss man gerade gucken. Ich will das jetzt mal wissen.
24:48
Hier, Kamele können, je nach Hitze und Futter, 5 bis 15 Tage ohne Wasser auskommen. Oh, krass. So, und bei starker Hitze in der Wüste, bei starker Hitze, hält ein Kamel etwa 10 bis 15 Tage aus. Überleg mal, dass wir Menschen, ja, also wir können lange ohne Nahrung, aber ohne Wasser halten wir es nicht so lange durch.
25:12
Niemals. Ja, das stimmt, ja.
25:14
Das ist schon krass, ja.
25:17
Und weißt du, was ich als Kind immer dachte? Ich dachte immer, in den Höckern wäre Wasser drin. Da dachte ich als Kind, ist aber gar nicht. Weißt du, was da drin ist? Nee, was ist drin? Da ist so eine Art gespeichertes Fett ist da quasi drin, so als Energiereserve. Das fand ich total spannend als Kind, als ich das dann rausgefunden habe.
25:37
Oh, cool. Ja, das ist cool, ja. Krass.
25:40
Würdest du sowas eigentlich gerne mal machen? Es gibt ja so Sachen wie nach Ägypten und dann so mit so einer Kameltour machen. Oder ist das nicht so deins?
25:49
Doch, auf jeden Fall. Also ich mag ja auch Geschichte sehr. Also ich würde auch sehr gerne mal nach Kairo die Pyramiden anschauen, vielleicht auch mal so eine Kameltour. Also abgeneigt wäre ich da auf gar keinen Fall.
26:03
Kann man mal machen, ne? So, noch ein paar random Facts, die ich gerade gefunden habe. Kamele können je nach Wasserqualität 100 bis 200 Liter in wenigen Minuten abpumpen.
26:15
Boah, okay.
26:17
Das ist krass. Wie viel passt denn eine Badewanne rein? Die trinken doch locker eine Badewanne, oder nicht?
26:23
Ja, locker. Ich glaube, keine Ahnung, so 75 bis 100 Liter, oder? Passt eine Badewanne? Keine Ahnung.
26:30
Keine Ahnung.
26:32
wieder was Neues gelernt. Ja, das stimmt, ja. Und das am Abend.
26:37
Gibt es irgendwelche Tiere, die du mal in echt sehen möchtest, wo du sagst, das ist noch so was, so ein Traum, den ich mir erfüllen möchte, auf einem Elefanten oder eine Giraffe oder sowas?
26:48
Ja, also ich würde gerne mal in Löwen echt sehen.
26:51
In freier Wildbahn?
26:53
Ja, ein freier Wildbahn, ja.
26:54
Ich auch. Ich sag dir ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie es euch da draußen geht, aber wenn ich so diese Tiere dann in so Käfigen sehe, mich macht das unglaublich traurig. Ich finde das irgendwie, weiß nicht, ich habe ein unruhiges Gefühl dabei.
27:08
Ja, das stimmt. Also ich bin eigentlich auch froh, dass auch in Zirkussen auch keine Tiere mehr sind. Ja, also finde ich auch immer ein bisschen grenzwertig.
27:19
Auf jeden Fall. Aber weil du gerade Elefant angesprochen hast, habe ich tatsächlich auch eine witzige Geschichte. Es war auch im Europa-Park. Ich bin mal mit einem Elefant Seil gesprungen. Tatsächlich.
27:33
Seilspringen mit Elefant.
27:36
Ja, das war auch im Europa-Park im Winter, da waren dann Elefante und dann wurde ich auch so mäßig, so Kinder durften dann auch auf die Bühne kommen und da hat ein Elefant ein Seil gehoben, auf der anderen Seite war ein Darsteller halt und dann haben die wie Seilspringen gemacht und die Kinder mussten halt dann über das Seil springen, war auch recht witzig.
28:00
Leon, bring die Redaktion nicht auf komische Gedanken, sonst kommen die nächstes Mal mit Geschichtenbinge und sagen, hey, wir suchen jemanden, der mit einem Nilpferd Hula-Hoop-Reifen gespielt hat.
28:11
Da kann ich dann nichts anrufen.
28:13
Das habe ich noch nicht. Ich auch nicht. Aber die denken sich irgendwas Verrücktes aus. Ich danke dir für deine Geschichte.
28:19
Ich danke auch. Dir schönen Abend.
28:21
Bis bald. Tschüss.
28:22
Bis bald. Ciao.
28:24
Na, wir mussten gar nicht so weit weg. Guck mal, in Deutschland hat das damals gemacht im Europapark.
28:29
So, jetzt geht's weiter. Ab ins nächste Feld. Moment, wo ist es denn? So, dann schauen wir doch mal drauf. Was haben wir denn für eine Aufgabe? Oh, das finde ich schön. Oh ja, da freue ich mich jetzt schon auf die Geschichte. So, die nächste Aufgabe oder die nächste Person wird gesucht. Wer ist schon einmal in einem Heißluftballon geflogen? Wer von euch ist schon mal Heißluftballon geflogen?
28:59
War immer ein Traum von mir. Wie die meisten Sachen, die ich auf meiner Bucketliste habe. Wäre schon mal Heißluftballon geflogen. Ich habe auch ein bisschen Respekt davor. Ich glaube, dass das zwar cool ist, aber irgendwie habe ich auch ein mulmiges Gefühl dabei. Man ist ja irgendwie doch vom Wetter abhängig. Aber es sieht so schön aus. Es sieht so friedlich aus. Und es klingelt. Wer ist dran mit der 01? Hallo.
29:25
Hi, der Fabi.
29:26
Fabi. Bingo?
29:29
Ja, Bingo. Du bist schon mal Eisluftballon geflohen? Bingo, Bingo. Ja. Ja, sagt er. Ach, sagt er ganz locker. Wo kommst du her, Fabi? In der Nähe Stuttgart. Nähe Stuttgart, okay. Ja, wo hast du das gemacht und wann hast du das gemacht? Erzähl.
29:45
Auch schon wieder viele Jahre her, wo man noch jung war, noch verliebt war, als Geschenk für die erste Freundin so. Ja.
29:52
Wie jung warst du denn? Mach doch kein Geheimnis draus. Wie alt warst du? 18? 20?
29:57
Wie alt warst du? Ich glaube 19 oder 20 könnte es gewesen sein. Und das war in Dresden.
30:02
Du bist extra von Stuttgart nach Dresden gefahren?
30:06
Nee, ich habe damals noch in Dresden gewohnt und mittlerweile wohne ich wieder nicht in Stuttgart. Genau.
30:12
Und du bist ja auch groß geworden in Dresden?
30:15
Oder was? Ja, genau. Richtig. Stuttgart geboren, Dresden groß geworden und jetzt halt...
30:20
10 bis 15 Jahren wieder hier im Ländle, ne?
30:24
Warum kommt man auf die Idee? Ich weiß, ich kenne das auch, mit 19 hatte ich auch so crazy Ideen, aber wie kommt man auf die Idee, das wird ihr doch bestimmt gefallen. Ich schenke ihr jetzt einfach mal so eine Heißluftballonfahrt.
30:35
Ja, die damalige Freundin, die war eh so ein bisschen verrückt nach solchen Sachen. Das heißt, die hätte jetzt beispielsweise auch einen Bungee-Jumping-Sprung, glaube ich, gemacht, wenn ich mich da noch so leicht zurückerinnern kann. Das wolltest du aber nicht.
30:50
Das muss nicht unbedingt sein, aber ansonsten bin ich so für diverse Aktionen wie Heißluftballon fahren oder fliegen. Das macht mir jetzt nichts und da dachte ich mir, Mensch, das ist doch ein cooles Geschenk. Ist aber auch ein teures Geschenk.
31:05
Ich glaube, wenn du 19 warst, hast du auch nicht so viel Geld gehabt. Das muss doch, bestimmt so ein Azubi-Gehalt ist da drauf gegangen, oder?
31:13
Es ging ohne da jetzt Werbung zu machen. Es war halt damals über Jochen Schweizer und ging das eigentlich noch. Das war dann halt so wie so ein... Ach, so ein Erlebnisgutschein hast du dir geholt. So ein Erlebnisgutschein. Ja, genau, richtig, genau. Nur für euch beide oder nur für eine Person? Für uns beide. Okay. Wie läuft das ab? Erzähl mal. Soweit ich mich noch erinnern kann. Klingt jetzt wieder so alt, aber so alt bin ich jetzt auch noch nicht. Ähm...
31:41
Es ist eigentlich gar nicht so spektakulär. Man steigt ein. Der Fahrer oder dieser Pilot, je nachdem wie man dazu sagt, der zündet das ganze Teil und dann geht es eigentlich los. Wenn man dann einmal in der Luft ist, natürlich von der Sicht oben sehr cool, weil du halt echt in der entspannten Atmosphäre alles siehst. Und es ist halt da oben in diesem Heißluftball, du schwebst ja im Grunde und es ist halt alles eigentlich relativ ruhig.
32:12
Wir hatten damals gar keinen Wind oder ziemlich wenig Wind. Es war daher ziemlich ruhig. Jetzt würdest du wirklich schweben, so auf einem, vergleichbar, wenn du jetzt auf einem Teppich schweben könntest, so war das. So ganz smooth, langsam, ruhig, ganz entspannt war es eigentlich.
32:28
Aber man hört doch den Brenner. Hört man den Brenner oder hört man den Brenner nicht?
32:32
Das hört man immer wieder mal, aber der ist nicht dauerhaft an.
32:37
So, wenn ich mich erinnere, wurde der quasi wieder nur befüllt, wenn du wieder steigen wolltest oder solltest. Aber ansonsten nenne ich es mal, es war so ein Dahinsleiten.
32:48
Hat dich das beunruhigt? Erstmal stelle ich mir die Frage, man kommt da an, ist der Ballon schon in der Luft oder liegt der noch auf dem Boden?
32:57
Der liegt auf dem Boden und kannst du mir zusehen, wie der dann quasi aufgebaut wird, was dann auch relativ schnell eigentlich geht.
33:07
Mir würden da tausend Fragen durch den Kopf gehen. Wie sicher ist das? Haben die wirklich alles gecheckt? Ist das alles festgezürrt? Was passiert, wenn da plötzlich der Stoff sich in Brand setzt? Ich weiß nicht, ich habe immer Horrorszenarien. Warst du da total tieferentspannt?
33:20
Ja, aber das werde ich jetzt auch heute noch. Wenn wir irgendwie Panik machen, das bringt ja gar nichts.
33:28
Aber du hast doch gerade noch gemeint, als ich noch jung war, habe ich sowas gemacht. Das klingt so, als ob du in dem Alter heute sowas nicht mehr machen würdest.
33:35
Ja, das würde ich schon immer noch machen. Wenn ich jetzt eine hohe Leiter hochklettern muss und dann nach unten schaue, dann wird mich schon mittlerweile so ein bisschen anders. Ich weiß nicht, ob das früher auch so gewesen ist.
33:45
Geht aber früher auch nicht auf Leitern hoch, aber jetzt so mal wie Flugzeug. Ich denke, wenn du Flugangst hast im Flugzeug, dann wäre jetzt Heißluftballonfahren auch nichts für dich. Und wenn du ganz entspannt im Flugzeug sitzen kannst, dann kannst du eigentlich auch Heißluftballonfahren, würde ich jetzt mal sagen. Du stehst natürlich in diesem Korb die ganze Zeit. Und in so einem Korb, ich bitte mal ein, wir waren damals mit dem Piloten zusammen vier, fünf Leute. Das sind sechs Leute gewesen sein. Allzu groß ist ja dieser Korb da gar nicht.
34:12
dann stehst du da halt und guckst eigentlich die ganze Zeit so nach unten. Wenn ich mir das jetzt heute nochmal überlege, so nach unten zu gucken, das ändert sich ja, das kann sich ja so im Laufe der Jahre ändern, dass man dann so, wenn man Vor kurzem war uns im Dachgeschoss, musste eine Lampe tauschen. Da musste ich ganz hoch auf die Leitern. Da runter zu gucken, das war schon komisch irgendwie. Ich weiß nicht, wie es heute wäre, aber ich würde es mir jetzt auf jeden Fall zutrauen. Das heißt, würde ich jetzt die Gelegenheit haben, würde ich wieder einsteigen, wieder mitfahren.
34:43
Kriegt man da auch die permanent irgendwie so Infos, dass die dann so einem auch erzählen, ja, jetzt sind wir so und so hoch und so ein bisschen was erklären? Oder ist es dann wirklich so, die lassen euch in Ruhe und da wird nicht groß viel geschickt?
34:57
Soweit ich mich erinnere, wurde mal ein, zwei Sachen genannt. Da ist das und da ist das. Da ist so der Ort und da ist der Ort. Aber so größtenteils hast du eigentlich deine Ruhe und kannst da die Fahrt genießen. Da gibt es auch jede Menge zu sehen. Wenn du da so oben bist, dann schwebst du ja da. Bei uns war das damals halt mitten über der Stadt. Da kannst du da schön entspannt gucken. Ich glaube, das Ganze ging zwei Stunden, anderthalb Stunden so ungefähr.
35:24
Und durftest du auch selbst mal an den Brenner ziehen oder darf man das nicht?
35:29
Nee, nee, das darf man nicht. Das darf man nicht. Was noch ganz spektakulär war, wo ich mich noch so ganz grob dran erinnere, weil ich mich dann gefragt hatte, ja, wie landet man denn bei so einem Heißluftballon, wie ich es in Erinnerung habe, das ist leider sehr lange her, dass der Heißluftballon...
35:47
ja nicht einfach so kerzengerade landet, sondern der Korb dann schon so ein bisschen Spiel hat und auch der Ballon ja dann Spiel hat. Du musstest ja so ein bisschen als Pilot dann so manövrieren, dass der halt nicht wieder abhebt, aber dass du halt auch unten bleibst und im besten Fall nicht irgendwie Looping oder irgendwas machst. Das heißt, er war so ein bisschen in Schräglage und in dem Moment hieß es dann halt, okay, jetzt müssen alle raus und dann musst du das auch recht zügig gehen und...
36:12
Ja, da kann ich mich noch so grob dran erinnern. Das war so die Frage, wo ich mir gedacht habe, Mensch, wie landen wir denn nachher wieder? Wie kommen wir hier wieder raus aus dem Korb? Aber ich habe es überlebt, wie man hört.
36:23
Und du hast gesagt zweieinhalb Stunden. Also das ist ja jetzt, das ist ja schon ein ordentliches Erlebnis. Ich habe jetzt gedacht, so 20 Minuten hoch und dann geht es wieder.
36:30
Nee, das ist schon... Also ich glaube, eine Stunde dreiflich, maximal zwei Stunden waren es, glaube ich, sowas von dem Dreh, ne?
36:38
Und du hast ja gerade gesagt, manövriermäßig ist das ein bisschen kompliziert. Seid ihr mehr oder weniger da gelandet, wo ihr auch losgeflogen seid oder komplett woanders?
36:47
Das war das komplett woanders. Du schwebst da quasi mit oder dahin, wo dich der Wind quasi treibt.
36:56
Irgendwo gab es dann halt ein Ziel und es gab immer, das ist glaube ich auch selbst heute noch so, es gibt dann quasi immer ein Team, was in einem Auto mitfährt, wo quasi auch den Anhänger dabei hat, wo dieses ganze Equipment samt Ballon quasi wieder reinkommt oder falls was ist, das dieses Team am Boden unterstützen kann. Das heißt, immer wenn es irgendwo einen Heißluftballon am Himmel gibt, gibt es dazu auch ein Auto, was ziemlich in der Nähe fährt und quasi von unten den Ballon begleitet.
37:21
Aber irgendwie auch unpraktisch, ne? So als Reisemöglichkeit ist das ein bisschen blöd, wenn man vom Wind abhängig ist.
37:31
Boah, das ist richtig, aber das ist halt der High School Ballon, ne?
37:34
Stell dir mal vor, der Wind lädt dich jetzt gerade irgendwie Richtung City oder so und du kannst nirgendwo landen.
37:41
Das wäre dann schwierig, ja. Aber ich glaube, die planen da schon so ein bisschen, wo sie sich halt aufstellen, gucken dann natürlich, kannst du so bei Wetterkarten gucken, wie geht der Wind und anhand dessen können die dann, glaube ich, bestimmen, wo grob die Route lang geht und wo sie dann vielleicht auch wieder landen können.
37:59
Also ansonsten vom Gesamtfazit her, wenn es jetzt jemanden gibt, der jetzt keine Höhenangst hat, ist das was, was ich da unbedingt empfehlen kann. Und was vom Preislichen schätze ich mal, ich habe jetzt die aktuellen Preise natürlich nicht im Kopf, müsste ich jetzt auch schauen, aber ich glaube immer noch, dass es sich so im preislichen Rahmen beläuft. Das heißt, wenn du jetzt zu zweit bist, zahlst du da jetzt auch heute immer noch nicht mehr wie 300, 400 Euro. Ich denke immer noch, dass es so unter 300 Euro liegt für zwei Personen.
38:32
Das müsste man aber tatsächlich mal schauen.
38:35
Ja, aber dafür hast du ein einmaliges Erlebnis, das man so schnell auch nicht vergisst. Finde ich cool. Ich überlege es mir. Fabi, vielen Dank für deine Geschichte.
38:44
Sehr gerne. Einen schönen Abend euch. Dir auch. Bis bald. Ciao. Danke. Ciao.
38:49
Na, das läuft doch super. Die ersten vier Felder sind gefüllt worden von euch mit Geschichten. Und wir kommen zum nächsten. So, gib mir den nächsten Umschlag.
39:01
So, was haben wir denn hier Schönes?
39:04
Okay, ja, kommt mir bekannt vor. So, Thema, also nicht Thema, sondern wir suchen eine Person. Wer hat sich schon einmal ein Tattoo wieder entfernen lassen? Wer hat sich schon einmal ein Tattoo wieder entfernen lassen? Nicht drüberstechen, sondern entfernen, weglasern.
39:28
Jetzt zum Telefon greifen und anrufen. Und ich bin mal gespannt, welche Geschichte dahinter steckt. Es muss ja einen Grund geben, warum man sich das Tattoo wieder entfernt. Und ich habe die Befürchtung, es wird sich um einen Namen handeln. Aber vielleicht auch nicht. Vielleicht ist es gar kein Name. Vielleicht ist es ein Motiv, was einem nicht mehr gefällt. Schauen wir doch mal, ob jemand anruft, der sich oder die sich ein Tattoo hat entfernen lassen. Noch klingelt es nicht.
39:57
Jetzt klingelt's. Gucken wir mal, wer ist dran mit der Null? Hallo? Hallo? Wer ist dran?
40:03
Hörst du mich? Hörst du mich? Wer ist dran? Ich wollte mal Folgendes zum Besten geben. Für den wirklich nicht dummen Moderator.
40:15
Aber Ballon fliegt man nicht, man fährt Ballon. Man fährt Ballon. Und tschüss.
40:20
Und tschüss. Ja. Okay. Gut. Naja, bin es noch nie gemacht. Kann ich nicht wissen. Aber gut für die Info. Danke. So, finden wir jemanden, eine Person, die sich das Tattoo hat entfernen lassen. 20 Sekunden haben wir noch. Der oder die darf sich gerne melden. Die Nummer zu mir ins Studio.
40:48
Wer hat sich sein Tattoo... Da habe ich jetzt wirklich gedacht, dass wir da jemanden finden. Wir haben niemanden gefunden. Jetzt bin ich ein bisschen traurig.
40:56
Hm.
40:57
Naja, kann man nichts machen. Ein Feld haben wir also nicht ausgefüllt. Hm. So, dann was machen wir jetzt? Dann müssen wir den nächsten Umschlag nehmen. Nehmen wir den nächsten Umschlag. Gut. Nehmen wir den nächsten.
41:10
So, aber das ist ja noch schwerer. Es wird ja schwerer von Mal zu Mal. Gut, gucken wir doch mal. Was ist hier drin?
41:17
So, wir suchen als nächstes. Wer ist schon mal mit seinem Chef? Ah, da ruft jemand an mit der 5.0. Hallo, wer da? Tanja, hallo. Tanja? Anja. Anja, hast du dir dein Tattoo entfernen lassen?
41:35
Ja. Nein, haben wir dich doch noch gefunden. Anja, woher bist du?
41:38
Ja, aus Heilbronn.
41:40
Aus Heilbronn. Du bist zwar ein bisschen drüber über der Zeit, aber nehme ich. Okay.
41:47
Anja, freue mich, dass du da bist. Erzähl, was hast du für eine Geschichte mit deinem Tattoo?
41:54
Also ich wollte mir nach dem Tod meiner Katze die Katze stilisiert tätowieren lassen. Habe ich dann auch gemacht. Und letztendlich war das so hässlich, dass es wieder weg musste.
42:09
Warum? Also lag es wirklich nur an dem, weil es nicht schön gestochen war?
42:13
Es war einfach nicht schön umgesetzt.
42:16
Es hat niemand erkannt, was es sein sollte. Es waren nur Striche und es war unheimlich dick gestochen.
42:24
Aber überhaupt nicht schön. Oh nein. Kanntest du die Person vorher schon, bei der du es dir hast sprechen lassen?
42:30
Ja, ich habe von der zwei andere Tattoos schon gehabt. Aber das ging irgendwie schief.
42:38
Was glaubst du, woran lag es?
42:40
Hat sie einen schlechten Tag gehabt? Hat sie vorher getrunken oder was war los?
42:44
Kein Plan. Also es ging wirklich richtig in die Hose und ich habe es gehasst.
42:49
Wie lange hast du es dann getragen?
42:51
Drei, vier Jahre. Dann doch. Weil so eine Tattoo-Entfernung einfach richtig teuer ist. Und das auch nur ganz wenige machen.
43:03
Und keiner hat erkannt, dass es eine Katze ist oder keiner hat die Katze erkannt?
43:09
Keiner hat erkannt, dass es eine Katze sein soll. Wie sah es dann aus? Es waren halt irgendwelche Striche.
43:17
Sollte es nur die Kontur der Katze sein, oder was? Ja, genau. Ah, nur die Umrisse quasi.
43:22
Ja.
43:24
Vier Jahre lang. An welcher Stelle nochmal?
43:27
Am Schlüsselbein.
43:29
Okay. Und dann hast du dir irgendwann mal gedacht, jetzt reicht es mir. Die Leute fragen mich jedes Mal, was hast du da hingekritzelt?
43:35
Ja, genau.
43:38
Und habe mir verschiedene Angebote eingeholt. Ja. Also die gingen von 3.000 bis 10.000 Euro. Bitte was? Ja. Und das war mir dann immer zu teuer. Und dann habe ich ein Tattoo-Studio gefunden und habe pro Sitzung dann 80 Euro bezahlt.
44:00
Okay. Und wie viele Sitzungen hast du gebraucht?
44:04
Fünf.
44:05
Gut, aber es ist immer noch günstiger wie die 3000 bis 5000, was du da gesagt hast.
44:09
Ja, auf jeden Fall.
44:10
Warum hast du dich nicht für ein sogenanntes Cover-Up entschieden?
44:15
Weil mir das, also ich finde die Cover-Ups sind immer so massiv.
44:21
Also für alle, die nicht wissen, was ein Cover-Up ist, das ist, wenn man es drüber sticht. Wenn dann ein neues Motiv drüber gestochen wird und das alte wird dann irgendwie dadurch verdeckt oder wird in das neue integriert. Und du dachtest dann, ah nee, dann ist es so massig und so zu viel einfach. Genau. Hast du noch mehr Tattoos? Wahrscheinlich schon, oder? Ich habe noch sieben andere, ja. Und die sind aber alle sehr dezent, oder wie?
44:44
Die sind alle dezent, ja. Eher in Richtung Fine-Line-Tattoos.
44:49
Wie schön. Alle mit Bedeutung oder auch so aus Spaß?
44:51
Ja, alle mit Bedeutung.
44:55
So, dann kamen diese fünf Sitzungen. Wie schmerzhaft ist das?
44:58
Die Hölle. Es ist wirklich, wirklich, wirklich ganz arg schlimm.
45:03
Lag es an der Körperstelle oder warum?
45:06
Nee, generell. Also im Prinzip wird die Haut ja verbrannt.
45:12
Ja, so ein Laser ist das, glaube ich, oder?
45:14
Ja. Und man hat auch sofort eine Brandkruste drüber.
45:20
die dann wieder abfällt. Und dann muss man ein paar Wochen immer zwischendurch warten, weil durch den Laser die Farbpigmente zerstört werden. Und durch die Lymphe wird die Farbe ausgeschieden.
45:36
Also nach oben quasi, raus aus der Haut quasi.
45:39
Ja, genau. Durch die Lymphflüssigkeit kommt es dann nach und nach raus. So nach sechs bis acht Wochen.
45:46
Und dann darfst du erst zum nächsten Termin, oder wie?
45:48
Ja, genau.
45:50
Das heißt, das Ding hat sich ja locker ein Jahr gezogen.
45:55
Zwei Jahre. Zwei Jahre.
45:58
Und du musst auch jedes Mal Bock drauf haben, weil ich kann mir vorstellen, dass du ja jedes Mal dann diese verbrannte Haut hast und... Ja. Nee.
46:06
Doch.
46:09
Boah.
46:09
Also es ist kein Spaß.
46:11
Und dann immer schön eincremen wahrscheinlich. Wie sieht denn die Stelle heute aus? Sieht man, dass da mal was war oder sieht die wirklich aus, als ob da überhaupt nichts war?
46:19
Nee, also ist alles weg.
46:22
Komplett, also kein Schatten, kein... Nee, gar nichts mehr da. Okay. Würdest du es nochmal machen oder sagst du nie wieder?
46:32
Im Moment sage ich, ich möchte kein Tattoo mehr. Aber kann sich auch ändern, wenn eine Idee kommt.
46:40
Nein, das meine ich jetzt nicht. Aber ein Tattoo, was du jetzt hast, also du würdest nicht nochmal irgendwas entfernen lassen?
46:46
Wenn es mir gar nicht mehr gefällt, doch.
46:49
Und gibt es da so einen Kandidaten von den sieben Tattoos?
46:54
Nee, ich mag sie alle noch. Aber man ist dann wahrscheinlich schon so ein bisschen genauer, wenn man sich überlegt, Neues zu machen, oder?
47:00
Auf jeden Fall.
47:02
Gehst du immer noch zu der gleichen Tätowiererin?
47:04
Nein, da war ich nie wieder.
47:08
Wirklich? Oh Gott, die Arme. Hast du ihr das erzählt? Ich wäre, glaube ich, mal hingegangen und hätte gesagt, was ist das denn?
47:13
Nee, ich habe mich nicht getraut. Ah nein.
47:17
Und wie hast du dann deine Neu-Tätowiererin gesucht oder deinen Tätowierer?
47:22
Durch Empfehlungen von Freunden, durch Skizzenbücher. Und jetzt habe ich auch, die letzten drei sind auch vom Gleichen.
47:35
Okay, das ist gut. Ich habe gehört, das will ich jetzt mal so am Rande erwähnen, dass es da ein paar schwarze Schafe gerade auf Instagram gibt und wahrscheinlich auch auf anderen sozialen Plattformen. Menschen, die sich quasi als Tätowierer ausgeben und dann auch von ihren Kunden quasi die Bilder online stellen, aber das ist alles KI generiert.
47:55
Okay, krass. Das sind gar nicht deren eigene Werke und ich finde das Betrug.
48:01
Ja, auf jeden Fall.
48:03
Stell dir vor, jemand gibt das als seine Arbeit aus, du vertraust ihm, gehst hin und dann kritzelt der dir so eine hässliche Katze hin.
48:09
Ja. Eigentlich wolltest du einen Löwen haben.
48:14
Ja, also man muss sich das schon echt gut mit auseinandersetzen, so wie man geht.
48:20
Also ich würde auch nie so auf dem Malle am Strand in so einer Bude mir mal kurz ein Tattoo stechen lassen lassen.
48:29
Na, dann wissen wir jetzt Bescheid. Anja, vielen Dank für deine Geschichte. Du hast uns noch gerettet.
48:34
Gerne. Schönen Abend. Schönen Abend noch. Tschüss. Ciao. So, gut. Das nächste Feld habe ich euch ja schon zur Hälfte vorgelesen. Können wir direkt weitermachen? Ich freue mich. Dann läuft es ja doch ganz gut bis jetzt. Fünf Geschichten, fünf Felder gelöst. Unser nächstes Feld. Wer ist schon mal mit seinem Chef oder seiner Chefin in den Urlaub gefahren oder geflogen?
49:00
Ich frage mich, wer das überhaupt macht. Wie kommt man auf die Idee? Ich habe davon zwar schon mal gehört, aber wer macht das? Wer ist schon mal mit seinem Chef oder seiner Chefin in den Urlaub gefahren oder geflogen? Warum? Na gut, vielleicht versteht man sich ja wahnsinnig gut. Das könnte ich mir als Erklärung irgendwie geben. Vielleicht hat man auch witzigerweise zufällig den gleichen Flug gebucht. Hat ja auch irgendwie sein können. Zufälle gibt es manchmal.
49:29
Oder man arbeitet nicht mehr zusammen und ist deswegen vielleicht zusammen dahin geflogen. Wir werden es gleich erfahren. Es klingelt. Und bei mir ist Christiane aus Offenburg. Christiane?
49:39
Ja, ich bin dran.
49:40
Bingo?
49:42
Bingo? Nein, wirklich? Ja, klar.
49:45
Wie, ja, klar.
49:46
Kann ich ja nicht anrufen.
49:48
Ja, kann ja sein, dass du einfach nur das Thema wissen wolltest.
49:50
Das ist nett, aber klar.
49:54
Ja, hörst du das an? Ich muss andere Radio ausmachen.
49:58
Ja, mach mal ruhig aus, ganz entspannt und dann können wir direkt rein starten. Du musst mir natürlich mal sagen, wie es dazu gekommen ist. Also wie kann es sein, dass du mit dem Chef oder Chefin in den Urlaub gefahren bist?
50:10
Also eine Chefin war fest, es war ein Chef. Ich habe das ausgemacht. Aber vielleicht ist das gar nicht so lustig oder nicht so interessant. Wir hatten auch eine Beziehung.
50:24
Und da kann man natürlich mit dem Chef in den Urlaub fliegen.
50:27
Du warst mit deinem Chef in einer Beziehung. Ja. Christiane, wie alt warst du damals?
50:34
Auch alt genug. Ich finde das schön, wie charmant du die Frage beantwortet hast. Aber das war noch am Anfang deiner beruflichen Karriere.
50:45
Sagen wir mal so, ja. Ich habe meinen Job dann gewechselt dorthin. Und...
50:54
Ich habe für ihn gearbeitet. Es war eine unheimlich interessante Tätigkeit auch. Ich war die ganze Zeit in Ungarn, halb Ungarn. Und so konnte ich Ungarn kennenlernen. Und wir sind einmal nicht arbeitstechnisch, sondern an Plattensee. Urlaubsmäßig für eine Woche hingegangen. Aber sonst waren wir etwas Arbeitsmäßiges in Ungarn.
51:17
Was heißt Arbeitsmäßig? Warum?
51:19
Ich habe ja für ihn gearbeitet.
51:21
Was hat er mit Ungarn zu tun gehabt?
51:24
Ja, das kann ich jetzt gerade erklären. Wir haben deutschen Firmen angeboten, in Ungarn produzieren zu lassen. Und das sind aber nur Kleinteile. Wir haben ja auch die großen Maschinen, da geht alles schneller. Aber bevor man weniger Teile hat, also sagen wir mal Schrauben, eine spezielle Art, das sind nicht so viele, man muss immer eine neue Maschine kaufen oder die Maschine umstellen, haben wir in Ungarn Firmen besucht, die sowas machen.
51:50
Und das war ganz lustig, ganz, ganz süß. Wir sind dann meistens natürlich so Richtung Pusta, wo wir natürlich, wir mussten ja auch auf den Preis achten, wo wir noch günstige Leute bekamen, die sich aber trotzdem freuten, dass sie Arbeit hatten. Und wie die als gearbeitet haben, eine Säge, eine normale Säge. Und da haben sie immer Wasser drüber laufen lassen, damit es nicht heiß wird. Aber einfach guldig, wie die das gemacht haben. Es war schon, ja...
52:19
Schön anzugehen und ich kenne Ungarn besser als Deutschland vielleicht. Ich liebe dieses Land. Ja, ich liebe dieses Land. Es hat nur eine Zeit lang den Orban, den konnte ich nicht abstimmen.
52:34
Und auch meine ungarischen Arbeitskollegen, wir telefonieren auch heutiger miteinander. Wir haben uns unheimlich gut verstanden. Ich brauchte ja jemanden da drüben. Ich musste ja auch immer darüber telefonieren. Und sie sprach halt ungarisch. Und ich spreche keinen, außer Seretleck. Mehr weiß ich nicht. Und die hat dann halt immer mit den Firmen, die wir ausgesucht haben, hat die halt gesprochen, weil sie halt ungarisch sprach. Und sie sprach halt auch neus. Und insofern war das dann ganz gut.
53:01
Und das mit dir und deinem Chef, also fing dieses Knistern an, während du ihn quasi zu den beruflichen Terminen nach Ungarn begleitet hast oder fing das vorher schon an?
53:11
Das war alles vorher, das war alles so eine geplante Sache. Es war, ja, es war die irrestre Zeit in meinem ganzen Leben. Aber es war eine ganz, ganz wunderschöne Zeit und ich trage es in meinem Herzen wie so kleinrot. Es war einfach, ja, es hat mein Leben unheimlich bereichert in der Zeit.
53:30
Wie haben die anderen Kollegen darauf reagiert? Das muss doch auch für so ein bisschen Gesprächsstoff...
53:34
So viele Achterkollegen gab es da gar nicht. Ich bin eigentlich so alleine im Büro gesessen, weil er war ja auch oftmals alleine unterwegs, also in deutschen Firmen zum Beispiel. Und dann, damit ich nicht so alleine bin, hat er meine Freundin mit eingestellt, mit der ich jetzt nach Agadir fliege.
53:58
Und ja, was soll ich dazu sagen?
54:02
Hat er sich an dir auch rangemacht? Nee, hat er nicht.
54:06
Hat dich auch an mich nicht rangemacht. Wir haben uns vorher schon kennengelernt.
54:11
Nein, ich meine an die Freundin von dir.
54:13
An die hat er sich nicht rangemacht. Es gab ja nicht.
54:16
Es gab ja, ja gut.
54:18
Nee, nee, nee, nee, nee. Das war eine ganz besondere Zeit mit ihm zusammen, eine wunderschöne Zeit. Und ich glaube, die fand er genauso. Und ich glaube, in der Zeit hat er sich eigentlich noch an keine andere richtig wollen, sondern da gab es einfach nichts.
54:39
Macht das nicht so ein Arbeitsverhältnis unglaublich schwer, wenn man irgendwie auch privat und dann ja auch noch eine Form von Beziehung da ist? Das macht doch vieles auch kompliziert, oder?
54:50
Nö, ich fand da nichts kompliziert. Ich habe vorher schon woanders gearbeitet und habe dort mit dem Schiff gesprochen und habe gesagt, dass ich einen Job habe, der natürlich interessanter ist, weil das, was ich vorher gemacht habe, war eine Arbeit für Blöde.
55:11
Und ich habe das nur gemacht, weil meine Kinder noch so klein waren. Und dann, nee, so klein waren die da gar nicht mehr. Ist ja egal. Auf jeden Fall habe ich denen gesagt, ob er mir die Chance gibt. Und ich müsste aber mehr Urlaub haben, als ich mir normal zustehe. Der war mit allem einverstanden. Und hat aber gerufen, dass ich...
55:32
den manuellen Bereich übernehme. Also, dass ich das dann leite und führe. Und ich muss halt immer ein bisschen davon rumreden. Mensch, was ich alles von mir erzähle, das ist ja schon direkt böse. Auf jeden Fall war es eine wunderschöne Zeit. Und ich glaube, meine Stimme klingt halt noch genauso wunderschön, wenn ich schon davon berichte.
55:50
Ja, ich finde es schon. Und was mich jetzt natürlich interessiert ist, was war damals der Grund, dass du aber gesagt hast, nee, das ist jetzt doch nicht der Mann fürs Leben?
55:59
Ich war ja verheiratet. Aber es klingt nicht so böse. Wir haben gesagt, wir sind getrennt. Aber wir wohnen noch im gleichen Haus. Und wir haben gesagt, wir verkaufen das Haus.
56:14
wenn die Kinder mal auf dem Haus sind. Und wir hatten auch noch ein Haus in Spanien. Und mein Mann war häufig in Spanien. Es war eine wirkliche unheimliche Liebengeschichte in der Zeit. Aber ich hatte, ehrlich gesagt, auch bis heute noch kein schlechtes Gewissen. Weil bei meinem Mann im Endeffekt auch nichts anderes lief. Es ist ja auch egal. Auf jeden Fall wurde es, es waren halt auch viele Dinge, wo ich dann so heimlich machen musste.
56:44
Das war schön, was soll ich jetzt dazu sagen? Das war so ein Salz in meinem Leben. Das war drei Jahre und warum er nicht mein Mann war. Also Punkt eins war da ein Altersunterschied, das habe ich dir glaube ich schon mal erzählt von mir. Ich war älter und ich kam damit nicht klar.
57:03
Das war ganz schlimm für mich, ich weiß nicht warum. Und Punkt zwei, wir treffen uns ab und zu, wir gehen zusammen essen.
57:13
Er ist aber heute nicht mehr der Mann. Er war damals im richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.
57:19
Ihr habt heute noch Kontakt? Ja, natürlich. Ja, wie schön. Das wusste ich jetzt nicht.
57:24
Das mache ich aber auch an. In der Regel habe ich es immer gemacht. Warum? Wir hatten Stücke, bei denen mein Leben gehört. Und wir haben Kontakt. Ich schreibe uns zu Weihnachten. Ich schreibe uns zu Geburtstag. Er kommt auch mal. Wir gehen miteinander essen.
57:38
Das heißt, ihr habt jetzt Kontakt, ich meine, das ging jetzt drei Jahre mit euch, aber ihr habt doch jetzt schon locker mehr als 20 Jahre Kontakt, oder? Ja, ja, klar.
57:48
Aber ich habe ein Jahr gelitten.
57:50
Ein Jahr gelitten danach?
57:51
Ich habe ein Jahr, ich habe, das war die Hülle. Das war die Hülle, Daniel. Aber, weißt du, die Schimmerei kam raus und konnte ja nicht heulen. Ich hatte meine Familie daheim und ich musste die Fröhliche spielen und eigentlich wollte ich sterben.
58:06
Und ich hatte einen ganz alten Computer, ich glaube, ich habe das mal gesagt. Und da habe ich mich therapiert. Ich fing an zu schreiben. Ich schreibe unheimlich gern.
58:16
Und ich schreibe auch der Blumen. Ich habe ein ganzes Buch geschrieben. Und ich habe ihm dann, nach einem Jahr war das okay für mich. Ich konnte vorher gar nicht mehr, wenn er ins Büro kam, bin ich gegangen.
58:28
Ich konnte es nicht ertragen. Ich habe ihm die einzelnen Kapitel zugeschickt. Ich habe praktisch die ganze Zeit zum ersten Mal in meinem Leben bewusst gelebt. Steinburg lebt nicht bewusst. Der ist geerdet. Das geht nicht. Dort habe ich jede Sekunde bewusst gelebt, weil ich wusste, es wird nicht enden in einer Dauergemeinschaft. Das war mir von Anfang an klar. Es wird nicht ewig gehen.
58:57
Ja, finde ich schön. Geht es ihm heute gut?
59:01
Ja, ich bin gut. Also immer noch jener heiß ich. Blöd, ich weiß nicht warum. Schöne Geschichte.
59:12
Christiane, vielen Dank dafür.
59:14
Bitte schön, du hast mich geschrieben.
59:19
Danke dir. Ich werde euch verraten, wohin es ging. Ich weiß es nämlich immer noch nicht. Bis bald. Macht's gut.
59:24
Tschüss.
59:26
So, wir machen eine ganz kurze Unterbrechung und dann geht es weiter mit Geschichten Bingo. Und ich bin gespannt, ob wir die nächsten Felder bekommen. Es wird jetzt nämlich ein bisschen kniffliger.
59:34
Schlafen kannst du woanders. Deine Story. Deine Nacht. Die Night Lounge.
59:39
Mit Daniel. Auf Big FM.
59:42
Rheinland-Pfalz. Baden-Württemberg. Hessen. NRW. Und im Saarland.
59:50
So, die letzte Folge Night Lounge vor der Sommerpause. Zwei Wochen ist dann Pause angesagt. Heute spielen wir Geschichten-Bingo, habt ihr euch gewünscht im WhatsApp-Kanal. Da habe ich euch die Frage gestellt, was wir heute machen sollen. Sechs Felder von zwölf haben wir bereits aufgedeckt und auch gefüllt mit Geschichten. Es läuft super, bis auf die Geschichte, glaube ich, mit dem Tattoo. Die hat ein bisschen auf sich warten lassen. Kam dann doch noch, hat mich sehr gefreut. Und wir kommen zum nächsten Umschlag. Die sind alle durchnummeriert und man hat mir gesagt, ich darf die Nummern... nicht durcheinander bringen, sondern ich muss die wirklich in der richtigen Reihenfolge, weil die sich steigern.
60:24
Ich bin mal gespannt. So, wir kommen zum nächsten. Oh, das könnte jetzt wirklich knifflig werden. Wer hat schon mal ein Fenster eingeschlagen? Wer hat schon mal ein Fenster eingeschlagen? Warum sollte man das machen? Stellt sich mir gerade die Frage. Aber vielleicht gibt es dazu eine spannende Geschichte. Vielleicht...
60:49
Boah, Fenster ist jetzt neutral, ne? Könnte auch ein Autofenster sein. Vielleicht, weil man irgendwie nicht mehr ins Auto reinkommt. Oder vielleicht, weil man sich zu Hause ausgesperrt hat. Ich glaube, das ist mal einer Freundin passiert. Ich glaube, die musste ihr Kellerfenster einschlagen, um wieder ins Haus zu kommen. Irgendwie sowas. Ich kriege es aber nicht mehr auf die Reihe. Bin mal gespannt. Vielleicht kriegen wir heute eine Geschichte zu hören. Es klingelt. Ja, es klingelt. Wer ist dran? Wer ist dran?
61:14
Wer ist dran?
61:17
Hallo, wer ist da? Janis. Janis, bingo?
61:22
Ja. Nein, du hast schon mal ein Fenster eingeschlagen. Ja, weil ich... Moment, jetzt musst du noch Radio ausmachen, ich höre mich doppelt im Hintergrund. Mach mal aus vorher.
61:31
Ja, ja.
61:33
Erstmal schön, dass du da bist.
61:34
Hallo Janis. Beim letzten Mal, wo ich telefoniert habe, nie mit dir. Da war plötzlich mein Handy, das Akku leer.
61:43
Oh, das ist nicht schlimm. Ich bin mir das nicht übel.
61:46
Das kann passieren. Ich habe vielleicht gedacht, jetzt wollte ich auch nicht mehr weitersprechen. Nein. Aber Entschuldigung nochmal.
61:54
Ach, wir haben schon so viele tolle Gespräche nach der Sendung geführt, dass ich dir das nicht böse nehme. Janis, ich freue mich, dass du da bist. Geschichtenbingo. Wer hat schon mal ein Fenster eingeschlagen? Du sagst ja, ich. Fangen wir an. Wann war das denn? Wie alt warst du damals?
62:10
Ich glaube, 13, 14. Meine Eltern waren den ganzen Tag fort und die sind erst am Abend gekommen. Und dann habe ich ihm gesagt, jetzt will ich die kleine Scheibe jetzt reinschlagen, dass ich dann ins Haus rein kann. Welche Scheibe?
62:32
Das war so ein Fenster, wo ich dann habe von außen nach innen reingelangen können und den Hebel rum, dass ich das Fenster aufmachen konnte. Und da habe ich reingekommen. Es hat Ärger gegeben, weil ich das gemacht habe. Aber mein Vater hat dann die Scheibe wieder eingesetzt.
62:54
Du warst 13, du bist nicht reingekommen.
62:59
13, 14, so etwa war ich damals.
63:01
Warum wartet man nicht, bis Mama und Papa zurückkommen? Warum schlägt man die Scheibe ein?
63:07
Ja, das haben meine Eltern auch gesagt, ich hätte ja warten können. Und dann habe ich gesagt, wo soll ich denn nach? Ja, ich hätte ja da nachgegangen können oder zu meinem Onkel. Aber ja, ich habe im Moment nicht Nicht darüber nachdenken, ich habe gesagt, ich will jetzt rein.
63:29
Ja, war nicht richtig überdacht.
63:33
Hast du denn die Scherben weggeräumt, nachdem du drin warst?
63:38
Ja, ja, ja. Ich habe meinem Vater damals auch geholfen, die Scheibe einzusetzen.
63:46
War das ein komplexes Spezialanfertigungsglas?
63:48
Nein, nein, nein, ganz normales Glas. War nichts Besonderes? Zweifach verglast. Das war Holzfenster, also kein Alufenster. Alufenster sind ja komplizierter. Da sind ja die Glasscheiben im Rahmen drin. Das ist dann aufwendiger und komplizierter.
64:09
So, also du hast dann geholfen, Ärger gab es auch, gab es Hausarrest oder was gab es dafür?
64:15
Kein Taschengeld.
64:17
Kein Taschengeld. Ja gut, das war damals auch schon eine schlimme Strafe, wenn man das nicht bekommen hat. Aber hast du danach auch nie wieder gemacht, oder?
64:25
Nein, nein, nein.
64:28
Hättest du gewusst, dass die nach Hause kommen? Aber ja, ich glaube, ich hätte dann auch... Wir müssen ja auch noch dazu sagen, Janis, wir reden von einer Zeit ohne Handys. Das war nicht so wie heute, schick doch einfach mal eine WhatsApp an deine Eltern und ruf an. Sondern Telefon, gab es nur Telefonzellen mit Münzen?
64:48
Ja, und damals war es auch noch den besät mit den Telefonhäusern.
64:55
Da waren nicht so viele Telefonhäusler aufgestellt, wie ein paar Jahre später. Da sind immer mehr aufgestellt worden.
65:04
Wo sie unterwegs sind?
65:09
Ja, die wären ein bisschen weiter weg gewesen. Aber noch eine andere Sache.
65:15
Da habe ich die Scheibe reingeschlagen, wo ich noch jünger war, wo meine Mutter beim Finanzamt geschafft hat. Und mein Vater ist erst um 8 oder 9 vom Bauheim gekommen. Mein Vater hat eine Flasche erregt. Und dann bin ich eingeschlossen worden immer. Das war immer sehr für mich qualvoll.
65:41
wenn meine Mutter gegangen ist, dass ich mir nichts anstelle, weil ich noch zu jung war.
65:45
Wie alt warst du damals?
65:47
Ich war fünf, sechs.
65:52
Ich habe das schon von vielen Leuten gehört, dass sie das als Kind erlebt haben und dass das bei Ihnen, je nachdem, manche haben das gut verarbeitet, manche fanden das aber auch, das hat so ein bisschen Spuren hinterlassen.
66:02
Doch, das hat auch Spuren hinterlassen bei mir. Und das ist gerade das Gegenteil. Da schlage ich es schon ein, aber ein paar Jahre später...
66:12
Und damals war ich im Haus, bin eingeschlossen worden. Und für mich war das eine schreckliche Kindheitssituation. Du konntest ja auch gar nicht, konntest du auf Toilette gehen? Nein.
66:28
Du warst in deinem Zimmer eingesperrt?
66:31
Ja, und es ist ein Eimer reingestellt worden im Fallen muss. Und Also ich war so wie in einem Käfig eingesperrt. Und da rauszukommen und dann bin ich aus dem Dachfenster rausgestiegen. Du bist damals abgehauen, aus dem Fenster?
67:00
Ja, auf dem Dach rauf. Ach du mein. Und dann war das so steil. Und ich habe Angst gehabt, dass ich abrutsche.
67:09
und runterfliege. Das wäre etliche Meter runtergegangen. Und habe nicht mehr reinkommen, weil ich Angst gehabt habe, aber auch nicht mehr weitergekommen. Und habe gedacht, wenn ich nur ein Stück hoch gehe, dann ist oben das Flachdach. Und dann kann ich auf den Balkon. Aber Ich war überfordert, ich hätte das nie gedacht, sonst hätte ich das nicht gemacht.
67:43
Und ja, dann bin ich hängen geblieben und dann hat jemand das gesehen und hat dann die Feuerwehr alarmiert. Und dann ist auch noch die Polizei gekommen. Und das hat riesen Ärger gegeben. Meine Mutter hat dann riesige Ärger gekriegt.
68:06
Von meinem Vater. Mit Recht auch. Und das hat richtiges Theater gegeben. Ich habe dann auch nicht von meinem Vater Druck gekriegt. Mein Vater hat mich eigentlich noch bestärkt, dass das nicht richtig ist. Dass ich eigentlich so alt genug bin, dass ich... Und ich war auch eigentlich schon in dem Alter sehr vernünftig. Schon wie wenn wir Zehnjährige eigentlich...
68:36
Und dann hat meine Mutter das nicht mehr gemacht.
68:41
Das kam von deiner Mom, das kam gar nicht von deinen Eltern, von beiden, sondern nur von deiner Mutter?
68:46
Ja.
68:48
Wo war denn dein Vater zu der Zeit? War der Arbeiten oder war der oft außer Haus?
68:53
Nee, der war ja Arbeiter, der war ja auf dem Bau.
68:57
Der war ja Handwerker, selbstständig. Und der hat nie gewusst, dass du immer zu Hause eingesperrt wurdest? Der hat das gar nicht mitbekommen?
69:04
Weil ich das auch nicht gesagt habe. Meine Mutter hat mir Angst eingejagt. Das war schon ziemlich in meinem ganzen Leben. In der Kindheitszeit. Meine Mutter hat sehr viel Angst über mich. Und hat da Macht ausgeübt.
69:21
Boah, das ist hart. Wenn man sich dann gar nicht traut, Papa zu erzählen, ja, ich war ja heute in meinem Zimmer eingesperrt. Ja, du warst eingesperrt.
69:31
Und es war, wo meine Mutter verstorben ist. Jetzt ist ja mein Vater 1997 verstorben. Meine Schwester im Februar 1995. Und meine Mutter habe ich auch gepflegt. Mein Vater habe ich gepflegt. Und als ich meine Mutter gepflegt habe, 18 Monate lang, hat sie halt gesagt, ob ich ihr verzeihen kann.
70:00
was sie mir angetan hat. Es hat mit dieser Aussage auch noch was anderes mitzutun. Und nach langem habe ich dann doch ja gesagt. Aber sie hat auch schon gemerkt, dass sie manches nicht richtig gemacht hat. Sie war auch überfordert.
70:24
Muss ich auch sagen. Aber mein Vater war halt auf dem Bau. Wenn ich was gesagt hätte, hätte mein Vater das so abgestellt. Aber sie hat halt so Angst gemacht, dass sie nichts gesagt hat. Ja, verstehe ich. Im Angstleben. Also wenn man ständig im Angst lebt, das ist in der Kindheitszeit, da kriegt man irgendwo ein Knacks ab.
70:46
Ja, das glaube ich dir. Janis, danke, dass du das mit uns geteilt hast.
70:52
Und ja, wo meine Mutter das nicht mehr gemacht hat, dann hat sie mich mitgenommen, dass ich bei ihr bin, dass sie so weiß. Und habe dann mitgeholfen beim Putzen und Aschenbecher leeren, Tisch abstauben und rauskehren und so. Aber habe dann auch nichts gekriegt dafür.
71:20
Okay. Danke dir, Janis. Ich wünsche dir einen schönen Abend.
71:24
Ich habe viele negative Dinge in meinem Leben erlebt. Wenn du das alles willst, würde ich das sagen.
71:31
Vielleicht wirst du sie irgendwann zu einem passenden Thema auch mal mit uns teilen, weil ich glaube, sowas ist wichtig, mit anderen Menschen zu teilen, damit sie auch wissen, okay, das habe nicht nur ich erlebt, das geht vielleicht anderen auch so. Und ich glaube, mit dieser Geschichte hast du Menschen berührt.
71:45
Aber wo das war in 2005, wo meine Mutter verstorben ist, danach...
71:50
habe ich manches anderes da aufgearbeitet. Und dann bin ich zu einem sehr, sehr guten Psychologe gegangen, der, der manches mit mir aufgearbeitet hat. Und dann habe ich auch vieles über mein Leben, was nicht so toll und gut war, harte Sitzungen, wo ich jedes Mal geheilt habe und mir es dann danach nicht so gut gegangen ist.
72:18
Dann ist mir klar geworden und habe gesagt, ja, ich habe Eltern gehabt und doch keine. Das ist also so, wenn man so das merkt, zu dieser Zeit ist mir das noch nicht klar geworden, weil ich psychisch unter Druck gestanden bin.
72:42
Wenn man danach, wenn die Eltern gestorben sind und dann eine Feststellung macht, man hat Eltern und doch keine. Irgendwie hat Liebe gefehlt, oder? Ja, ich habe von meinem Vater keine Liebe gekriegt, gar nichts.
73:00
Was will man auch mehr in dem Alter?
73:02
Und dann habe ich gesagt, ich habe Eltern gehabt und doch keine.
73:08
Ich habe viel mit mir selber ausmachen müssen.
73:11
dann selber mit mir kämpfen. Und das hat halt, wo es gesundheitlich angefangen hat, also hat mir das eigentlich geholfen. Erst nach Jahren, viele Jahre später, hat mir das erst so viel Kraft gegeben und so viel, dass ich so kämpfen konnte, weil ich es damals so schwer gehabt habe.
73:37
Janis, ich danke dir, dass du angerufen hast. Ich muss leider weiter. Ich wünsche dir einen schönen Abend. Und bis bald. Bis bald. Tschüss, Daniel. Ja, schon viele Gespräche mit Janis nach der Sendung geführt. Und was ich immer wieder bewundere, ist, dass er sich diesen Sachen auch heute stellt und sagt, ich gehe das nochmal durch und möchte jetzt einfach diese Last hinter mir lassen. Und das finde ich wirklich mutig. Habe ich ihm auch schon oft persönlich gesagt. Kann ich jedem nur sagen, es ist nie zu spät.
74:05
Dieses verletzte Kind, sag ich mal, das wir in uns tragen, mal sich genauer anzuschauen und vielleicht zu heilen. Jetzt gehen wir zu unserem nächsten Umschlag. Gebt ihn mir her. So, der nächste Umschlag. Was steht drin? Kriegen wir da jemanden? Wir suchen eine Person und zwar, wer hat wegen seines Partners, seiner Partnerin eine neue Sprache gelernt?
74:32
Wer hat wegen des Partners eine neue Sprache gelernt? Hier steht gar nicht drauf, in welche Richtung. Ja gut, ist ja auch nicht so wichtig, welche Richtung.
74:44
Also, es geht darum, dass man für die Liebe eine neue Sprache erlernt hat. Ja, ihr habt eine neue Sprache gelernt. Vielleicht habt ihr euch verliebt in einen Franzosen und ihr habt Französisch gelernt. Oder ihr habt euch in eine Spanierin verliebt und habt Spanisch gelernt. Wer kann da so eine Geschichte erzählen? Wer hat angefangen, für die Liebe eine neue Sprache zu lernen? Das klingelt noch nicht.
75:10
Könnte auch daran liegen, dass die Leute heute sagen, ach, wozu soll ich denn die Sprache lernen? Gibt doch inzwischen Google-Übersetzer und ganz viele Apps. Muss ich mir gar nicht mehr die Mühe machen. Ich finde das aber schon wichtig. Sag ich ganz ehrlich. Ich würde es machen. Ich würde es definitiv machen. Doch. Ich hatte mal eine Brieffreundin. Und mit der habe ich immer auf Portugiesisch geschrieben. Damals noch mit Wörterbuch alles übersetzt. Das war noch nicht so einfach damals. Ich weiß gar nicht, ob die heute noch lebt.
75:41
Wahrscheinlich schon. Die war so alt wie ich. Gucken wir mal, wen wir in der nächsten Leitung haben. Da ist wer mit der Endziffer 2.0.
75:50
Wer ist dran? Hallo? Hallo, wer da? Christiane. Christiane, Bingo oder nicht Bingo? Bingo. Du hast für die Liebe eine neue Sprache gelernt?
76:06
Ja. Christiane, wo kommst du her? Ja.
76:09
Ich komme von Stuttgart. Schön, dass du anrufst. Ich bin Daniel. Hallo. So, erzähl.
76:17
Ich bin gerade im Auto unterwegs und bin etwas überrascht, dass ich durchkam so schnell.
76:23
Ja, ich komme ja nur die durch, die eine Geschichte haben. Ich freue mich, dass du sagst, ja, da kann ich eine Geschichte erzählen. Dann fang mal an. Erzähl mal, wie das damals anfing. Wen hast du da kennengelernt?
76:36
Ich hatte einen Freund und der war Grieche.
76:38
Mhm.
76:39
Und ich wollte mit ihm eigentlich, habe ich mir immer vorgestellt, dass ich irgendwann mit ihm nach Griechenland auswandere. Und dann habe ich für ihn Griechisch gelernt.
76:46
Wie alt warst du damals? Erzählen.
76:49
Da war ich so ungefähr 18, 19.
76:52
Okay. Und wo standst du damals mit 18, 19? Warst du gerade fertig mit Schule? Hast du noch zu Hause gewohnt?
76:59
Genau, da habe ich eine Ausbildung gemacht.
77:02
Ich hatte schon alleine gewohnt.
77:04
Und wo hast du ihn kennengelernt?
77:08
Ihn? Ach, den habe ich schon immer in der Schule beobachtet gehabt.
77:11
Das war ein Mitschüler von dir, oder was?
77:14
Nee, der war in der Schule nicht, nein.
77:17
Ach so, aber sprach er Deutsch oder sprach er nur so gebrochenes Deutsch?
77:21
Ja, ja, natürlich, ja, ja, die haben in Deutschland gewohnt, ja.
77:24
Ach so, das heißt für ihn war er griechische Familie, aber in Deutschland groß geworden, er sprach halt auch griechisch.
77:30
Genau, ja, ja, ja, ja.
77:33
Aber ich meine, interessant, weil normalerweise denke ich immer so, dass man da den Reiz hat, die Sprache zu lernen, wenn die Person halt nicht gut Deutsch kann. Aber du hast ja unabhängig davon gesagt, nö, ich will irgendwann mal mit dir in der Zukunft in Griechenland leben, deswegen lerne ich das jetzt.
77:51
Genau, ja.
77:52
Hat er dich dabei unterstützt?
77:53
Das war auch schön, ja. Ja, ja, ja.
77:58
Alle eigentlich, ja.
77:59
Wie hat er das gemacht? Hat er dir immer Zettelchen geschrieben? Oder wie habt ihr gelernt?
78:06
Nee, wir haben ab und zu dann halt Griechisch gesprochen. Aber am Anfang kann man ja nicht so arg viel. Also von dem her hat sich das mit dem Über in Grenze gehalten.
78:15
Und du sagst gerade alle? Das heißt, die Familie hat dir auch Unterricht gegeben, oder wie?
78:21
Nein, aber so mal geschaut, was ich schon alles kann, so.
78:27
Die Familie hat dann geschaut, was du alles kannst.
78:30
Ja, genau, ja.
78:32
Das ist ja jetzt schon ein paar Tage her. Wie viel ist denn bis heute übrig geblieben?
78:36
Oh, nicht arg viel. Ein paar einzelne Worte leider.
78:44
Was kannst du denn? Ich kann leider gar kein Griechisch. Ich kann jetzt auch nicht prüfen, ob das stimmt. Aber was kannst du denn heute noch?
78:50
Ja, guten Tag. Ich kann mir ein Wasser bestellen und ich kann sagen, wie es mir geht und wie es dir geht.
79:00
Was heißt, wie geht es dir?
79:05
Wie gar nicht.
79:06
Was? Wie gar nicht?
79:09
Die Ghanis, ja, genau. Also man sagt, ja, so, die Ghanis, Galaise, das heißt, geht es dir gut? Und dann muss der andere sagen, ja, geht mir gut. Oder den Emeke Polikala heißt dann, mir geht es nicht so gut.
79:22
Du bist aber auch noch richtig fit darin, das so schnell auszusprechen. Das schaffe ich gar nicht so schnell, so wie du das gerade machst. Bist du denn mit ihm noch in Kontakt? Weißt du noch, was der heute macht, wo der heute lebt? Oder seid ihr euch aus den Augen?
79:36
Also...
79:37
Ich weiß es, ja. Aber wir haben uns seither nicht mehr gesehen, leider.
79:42
Warum sagst du leider?
79:43
Wir haben einmal vor zwei. Ja, Gott, wäre ja eigentlich interessant, wenn man ab und zu, habe ich mir gedacht, wo die Frau das gesagt hat, mit ihrem Chef, habe ich mir gedacht, eigentlich ist das ja nett, wenn man da so ein bisschen Kontakt hat, ja.
79:59
Ja, das habe ich mir auch gedacht. Ich finde das schön, dass die nach so langer Zeit, und ich meine, die waren in Anführungsstrichen nur drei Jahre zusammen, aber die Freundschaft, die sie verbindet bis heute, das ist ja um Längen. Ja, das ist schon irgendwie was Tolles. Und bei dem, weißt du, vor zwei Jahren hast du gemeint, hast du das letzte Mal was von ihm gehört?
80:17
Ja, ich glaube, vielleicht ist es auch noch länger her. Ich war irgendwann dann mal zufällig wieder in dem Ort in Griechenland, wo wir immer im Urlaub waren, wo zwei Familien eine Wohnung hatten. Und da haben wir uns dann geschrieben, ja, mitgekriegt hat, dass ich dort bin.
80:33
Mit wem warst du da? Mit deinem neuen Partner?
80:35
Hallo?
80:39
Ja, ich höre dich noch.
80:41
Ah ja, jetzt habe ich sie gerade gehört. Mit meiner Tochter und meiner Freundin.
80:46
Und das hat er mitbekommen, dass du da bist. Wie hat denn der das mitbekommen?
80:51
Über ein Foto im Internet.
80:55
Ah, da hast du gepostet. Aber das ist schon ein interessanter Zufall. Ich meine, Griechenland ist ja groß, dass du ausgerechnet da in der Gegend warst. War das schon so ein bisschen geplant von dir oder war das wirklich Zufall?
81:06
Nee, das war nicht geplant. Meine Freundin ging da hin und die ist auch Griechin.
81:12
Und die hat dann gesagt, willst du nicht mitkommen? Weil ich gesagt habe, ich würde ja gerne mal wieder nach Griechenland und wusste gar nicht, wo sie hingeht. Und wir waren im Nachbarort, da war aber wenig los. Und dann sind wir immer in den Ort zum abends ausgehen oder essen gehen und einkaufen.
81:27
Und dann bist du ihm auch begegnet oder habt ihr nur geschrieben?
81:31
Nee, nur geschrieben, ja. Der war in der Zeit nicht dort.
81:35
Hast du ein Bild mal von ihm gesehen? Ich meine, es sind ja ein paar Jahre vergangen, wie er heute aussieht.
81:41
Nee, doch. Ich habe ganz zufällig seinen Neffe getroffen auf einem Fest. Und da habe ich dann ein Foto gesehen, ja.
81:51
Und jetzt bin ich gespannt. Was hast du dir gedacht? Ehrliche, erste Meinung. Was hast du dir gedacht? Du hast gut gealtert oder hast du dir gedacht, naja, bin froh, dass ich da bin?
81:59
Nein, da habe ich mir nichts gedacht. Ich habe nur gedacht, oh Mann, wir sind alt geworden.
82:05
Ja, das sind ja wirklich alle. Wenn ich jetzt gerade so die alten Mitschüler von damals sehe, dann denke ich mir so, das ist verrückt irgendwie. Aber das Interessante ist auch so, dass die Persönlichkeiten geblieben sind. Und das finde ich irgendwie schön, weißt du? So die Charaktere sind gleich geblieben.
82:22
Ja, der Körper ist älter, aber der Geist ist jung geblieben. So ist doch das Schöne und das Positive an der Sache. Wann geht es für dich das nächste Mal wieder nach Griechenland?
82:32
Ja, das ist die gute Frage.
82:35
Also wünschen tue ich es mir jedes Jahr, weil ich bin wirklich durch ihn und seine Familie ein absoluter Griechenland-Fan. Habe das auch meiner Tochter weitergegeben. Aber mein Sohn möchte weder auf ein Schiff noch in ein Flugzeug. Und mit dem Auto runterzufahren, tue ich mir echt schwer. Vor allem sind die vom Festland gekommen, aber eher im Süden. Und da kenne ich mich dann halt eher aus. Ich war noch nie im Norden. Aber du fährst ja trotzdem über 20 Stunden.
83:05
Und deswegen bin ich immer mit meiner Tochter am Überlegen, ob man mal eine Woche einfach alleine runterfliegt und mal sehen, ob wir das dieses Jahr mal hinkriegen.
83:16
Ich glaube, Fliegen ist wirklich angenehmer. Ich bin ja, ich habe ja vorhin gesagt, ich bin ja mit dem Auto nach Albanien runter und ich fand das schon unglaublich lang. Und ich hatte sogar noch mit dem Gedanken gespielt, sollen wir noch weiterfahren bis runter nach Griechenland? Da habe ich gedacht, nee, das ist zu weit. Und dann müssen wir ja auch alles wieder zurückfahren. Da habe ich gesagt, nee, das ist dann vielleicht doch ein bisschen zu viel. Aber Fliegen, was kannst du mir empfehlen? Zum Schluss noch dein Tipp, wo sollte ich, war noch nie in Griechenland, was würdest du mir empfehlen? Welchen Ort sollte ich mir auf jeden Fall angucken?
83:43
Oh, wirklich, es ist Die Kikladischen Inseln. Und Santorini ist natürlich wunderschön. Aber auch das ganze Festland, die ganze Kultur.
83:56
Also ich mag, ich kann ja sagen, damit du so ein bisschen Orientierung hast, ich mag auf jeden Fall schönes blaues Meer. Und ich mag Altstadt. Ich liebe so schöne alte Städte. Das finde ich toll.
84:09
Ja, ja.
84:10
Also Santorini oder wie? Oder welche Gegend?
84:14
Ja, ja.
84:15
Genau, also da ist es natürlich wunderschön. Das ist ja dieses Typische mit den weißen Häusern.
84:20
Ja.
84:21
Allerdings ist der Sand eher schwarz, weil es ja eine Vulkaninsel ist. Aber die großen Inseln sind natürlich auch toll mit den Altstädten, wie Arotos oder so, oder Kos.
84:36
Aber das ist sehr touristisch. Wenn man aufs Festland geht, hat man eher viele Einheimische.
84:43
Das mag ich mehr. Da fühle ich mich wohler, wenn ich mit denen ins Gespräch komme. Vielen Dank, dass du angerufen hast mit deiner Geschichte.
84:52
Sehr gerne.
84:53
Bis bald. Tschüss.
84:55
Schönen Abend.
84:56
Tschüss. So, Geschichtenbingo läuft gut, auch in der zweiten Stunde. Und wir kommen zu unserer nächsten, zu unserem nächsten Feld. So, wie viel haben wir denn eigentlich jetzt schon aufgedeckt? Muss man gerade sagen. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, acht Stück. Vier Stück fehlen uns noch. Kriegen wir das hin von der Zeit? Ja, kriegen wir hin. So, der nächste. Machen wir mal auf.
85:17
So, was steht hier drin?
85:19
Oh, das könnte jetzt interessant werden. Wer hat ein Terrarium mit einer Schlange zu Hause? Wer von euch da draußen besitzt ein Terrarium mit einer Schlange? Das wird jetzt gesucht. Anrufen kostenlos vom Handy und vom Festnetz. Wer kann uns die Geschichte dazu erzählen? Wie es dazu gekommen ist, dass man sich eine Schlange zugelegt hat? Gibt es da irgendwen draußen?
85:51
Und vor allem, was für eine Schlange? Kleine Schlange, große Schlange, Würgeschlange, Giftschlange? Es gibt ja so viele Schlangen. Keine Sorge, ich werde euch nicht besuchen. Ich habe viel zu große Angst davor. Aber ich habe trotzdem wahnsinnig viele Fragen dazu. Interessant. Wer hat ein Terrarium mit einer Schlange? Ich bin ja froh, dass keiner dazu geschrieben hat aus der Redaktion, was für eine Schlange ist. Ich finde, das ist so schon schwer, jemanden zu finden.
86:21
Hat jemand zu Hause ein Terrarium mit einer Schlange? Vielleicht sagt ja auch Terrarium, spar ich mir, die liegt bei mir mit auf der Couch, brauche ich kein Terrarium. Die ganze Wohnung ist das Terrarium. Bin mal gespannt, ob wir jemanden finden. Wie viele Sekunden haben wir noch? 30 Sekunden haben wir noch. Na ja, vielleicht gibt es noch so ein paar Nachzügler, die uns online hören. Die hören uns meistens mit 20 Sekunden Verspätung. Wer ist dran mit der 6.0?
86:45
Hallo Sven aus Esslingen. Bingo.
86:52
Äh, ich sag jetzt mal Bingo ja, aber seit einem halben Jahr haben wir keine mehr. Egal, nehm ich. Schön, wie heißt du nochmal, du bist der? Sven.
87:03
Sven, aus welcher Ecke?
87:06
Aus Esslingen. Schön, dass du anrufst. Sven, bis vor einem halben Jahr hattest du noch eine Schlange mit Terrarium. Wie lange hattest du die denn?
87:14
Wir hatten sie drei Jahre. Meine Frau hatte sie. Zwei Terrarium mit sieben Schlangen.
87:20
Ihr hattet sieben auch noch? Hat euch eine nicht gereicht oder was?
87:26
Es hat angefangen mit einer schönen, dann kam die zweite schöne und so ging es weiter. Aber ich muss dazu sagen, ich habe Angst vor Schlangen.
87:35
Schön, dann erzähl mal, wie es dazu gekommen ist. Also habt ihr einfach einen neuen Adrenalinschub in eurer Beziehung gebraucht oder warum hat man gesagt?
87:44
Es war ihr Traum und dann habe ich das halt unterstützt mit Bedingungen, das Ding muss zu sein. Und weil ich habe ja, wie gesagt, Respekt von den Dingern. Auch wenn sie sich schön anfassen lassen. Ich hatte es auch mal in der Hand einmal, wo es noch Babys waren, danach nicht mehr.
88:04
Und das Ende vom Lied war, wo dann eine mal abgehauen ist.
88:08
Ja, Moment mal, jetzt machst du ja große Sprünge. Also es fing mit einer erst mal an.
88:13
Ja. So, und die habt ihr euch wo geholt? Wo holt man sich eine Schlange?
88:17
Die kriegst du im Internet. Da bin ich extra damals wegen einer Schlange Richtung Schwarzwald gefahren.
88:24
Von Privatpersonen abgekauft oder wie?
88:26
Genau, vom Züchter. Also da gibt es Leute, die züchten. Genau. Genau.
88:32
Und dann haben wir gedacht, okay, tun wir den Frauen gefallen. Dann haben wir halt gleich zwei mitgebracht.
88:38
Ach, ihr seid hingefahren, weil ihr eigentlich nur eine wolltet, aber ihr habt dann zwei genommen vom Züchter. Genau. War das nicht ein komisches Gefühl für dich zu wissen, ich fahre jetzt dahin, hole jetzt gleich zwei Schlangen und auf dem Rückweg habe ich zwei Schlangen im Auto?
88:53
Die sind ja sicher verpackt. Das war ja nicht das Problem.
88:55
Ach so. Kein mulmiges Gefühl so. Nö. Was hole ich mir da gerade ins Haus? Habt ihr da schon Vorkierungen getroffen? Das heißt, schon bevor ihr zum Züchter seid, schon ein Terrarium besorgt? Oder habt ihr dann erstmal die Schlangen zu Hause? Weiß ich nicht.
89:11
Nein, nein. Wir hatten alles daheim. Wir hatten Terrarium. Alles, was man dazu braucht, war da. Sie hat sich jahrelang davor mit beschäftigt, mit Büchern.
89:22
Das ist ja auch Kostenspiel. Nur diese Vorbereitung fürs erste Mal. Das kostet doch ein bisschen was, oder?
89:31
Ja, so ein Terrarium komplett kriegt man für 300 Euro. Und für eine Schlange zahlt man zwischen 50 bis nach oben keine Grenzen.
89:40
Und was muss da rein in das Terrarium? Ich hatte bisher in meinem Leben nur Hamster und Mäuse.
89:48
So rindermulchmäßig ist das gewesen für den Boden.
89:51
Oder wie deine Partnerin es nennt, Futter für die Schlange.
89:55
Ja, das ist nicht mehr so wie früher. Früher durfte man ja noch lebende Mäuse reintun, darf man nicht mehr. Nur noch TK-Mäuse tut man reinlegen, die lässt man auftauen. Und dann zappelt man mit der Pinzette, dass sie die Schlange dann nimmt und dann wird sie gewürgt und gefressen.
90:12
TK-Mäuse heißt tiefgefrorene Mäuse.
90:16
Genau.
90:17
Mäuse, genau. Meistens sind es Babymäuse gewesen. Oh nein, das klingt aber trotzdem brutal.
90:22
4, 5 Gramm.
90:24
Ich habe mal nachgelesen im Internet, ja, es ist, die werden extra gesüchtet, dann werden die ja auch eingefroren gleich und es ist schon brutal.
90:32
Das ist doch wirklich brutal.
90:36
Aber besser wie Lebnäuse reintun.
90:37
Ja, das ist natürlich auch nicht super, aber trotzdem...
90:41
Und das hätte nichts gebracht, wenn du da mit einem Stückchen Steak rumgewackelt hättest?
90:44
Nein, nein. Das ist halt wirklich Fleischfressung, so gesehen.
90:49
Ja, deswegen sage ich ja, ein Stückchen Steak hätte nicht gereicht. Es muss aussehen wie eine Maus. Ja,
90:57
Und die wissen aber auch, wie rum sie es nehmen müssen. Also eine Schlange nimmt die Maus nur wirklich vom Kopf her und nicht vom Schwanz her rein zu fressen.
91:05
Und dann ist da so eine Wärmelampe wahrscheinlich drin, oder? In diesem Terrarium.
91:08
Genau, Wärmelampe. Und da hast du so ein spezielles Licht für nachts und für tags. Und ich dachte auch, Gott im Himmel, was kommen da Kosten auf uns zu?
91:17
Aber?
91:18
Außer Stromkosten?
91:19
Nicht so schlimm. Nee, war gar nicht so schlimm. Insgesamt ist es ein günstiges Hobby gewesen.
91:24
Ich frage mich auch gerade, wie sieht, das meine ich jetzt gar nicht wirklich voll ernst, wie sieht Kot und Urin von der Schlange aus?
91:33
Urin siehst du gar nichts und stinken tut es auch gar nichts, weil das habe ich auch erst gedacht. Der Kot, das sind so ganz kleine Böbbel gewesen, aber mehr weiß waren die.
91:45
Und also da war ich echt erstaunt. Also ja, man muss es auch ganz selten putzen. Man macht wirklich nur die Häufchen raus. Und das war's. Also ich sage ja, ein Hamster ist teurer wie so eine Schlange.
91:58
Und sind die da eher so scheu, wenn du das dann reinigst? Also hast du wahrscheinlich nicht gemacht. Ich gehe mal davon aus, hat sie gemacht, oder?
92:05
Doch, ich habe es machen müssen, weil sie damals mal drei Monate im Krankenhaus war. Und man muss ja alle drei, vier Wochen ja füttern.
92:14
Aber mit Respekt habe ich es gemacht und einer war ja ein bisschen giftig. Was heißt nicht giftig, sondern angriffslustig und da hatte ich richtig Respekt.
92:24
Man kann sagen, Kornnattern sind ungiftig, ne?
92:28
Die sind ungiftig, ja. Wenn sie beißen, das piekst nur. Und es sind ja so gesehen nur Würgeschlangen, also für Kleintiere. So groß werden die nicht. Die leben ja auch hier draußen.
92:38
Ja, wie groß werden die? Wie viele Zentimeter?
92:42
die können bis 1,40 Meter lang werden.
92:44
Ja, okay, gut.
92:48
Also, aber unsere Waren ist nur ca. 60 Zentimeter. Ja, trotzdem. Zum Schluss.
92:52
So, also es fing eigentlich mit einer, aber da habt ihr euch zwei geholt, die sollen nicht alleine sein, damit sie sich schön unterhalten können.
93:01
Und dann kam aber noch vier weitere, sechs hattet ihr oder sieben? Wie viele hattet ihr?
93:06
Sieben. Dann kam eine Internetanzeige, jemand hat eine Kornörder gehabt, eine größere, ein großes Terrarium und allem drum und dran zu verschenken. Bei Esslingen. Und die haben uns damals noch dazu geholt.
93:19
Aber da muss sie ja aktiv auf der Suche gewesen sein, dass sie das gesehen hat, die Anzeige, oder?
93:26
Nun, wir haben mal so geschaut und haben uns halt mal gesehen und angerufen und gesagt, ja, kommt gern vorbei, wir wollen die nicht mehr oder wir haben keine Zeit mehr. Und so sind wir zu denen gekommen.
93:36
Dann waren es drei. Oder wie viele waren da drin?
93:40
Nein, vier waren das, glaube ich.
93:44
So, das war immer noch nicht genug.
93:47
Ja, die andere kam halt vom Tierladen in Stuttgart, wo wir die Mäusefutter mal geholt haben. Und da war halt eine schön und dann sagt man vorher, die hätte sie noch gerne. Und ja, dann kam die auch noch dazu. Dann waren es fünf.
94:07
Nein, erst zwei. Zum Schluss waren es sieben Stück. Aber die Männchen und Weibchen muss man ja trennen, weil sonst machen die ja Eier oder Babys so gesehen. Und das wollte ich ja nicht, weil die kriegt man ja auch nicht mal los, die Kornattern. Weil es will keiner Kornattern. Und die eine, wo es noch ein bisschen kleiner war, die ist uns mal ausgebüxt.
94:37
Und dann haben wir sie gesucht, hinter der Schränke, überall, nichts dabei gedacht, nirgends gefunden. Und so nach zwei Wochen wollte ich unser Lehrgut wegbringen und eine neue Sprudel holen. Und zufälligerweise habe ich gemerkt, dass ich unten im Boden eine Konrader drin war. Und dann die Katze von uns hat es gemerkt, so muss ich sagen.
94:55
Und dann bist du gerannt.
94:59
Dann haben wir sie eingefangen, meine Frau, ich nicht. Und...
95:06
Dann, wie gesagt, war die Schlange leicht verletzt. Da haben wir zum Tierarzt müssen nach Stuttgart. Die war dort auch dann drei oder vier Wochen dann zur Behandlung, weil die eine offene Wunde hatte. Und das wächst bei Schlangen sehr schlecht zu. Und ja, aber obwohl Schiebetüren sind, können Schlangen, die auch kleinere Schlangen, können Schiebetüren aufmachen. Ja.
95:32
Jetzt ist es ja so, seit einem halben Jahr habt ihr keine mehr. Warum? Was ist passiert?
95:38
Durch das Abhauen habe ich Respekt bekommen. Und ich will nicht eine Schlange haben, wo in der Wohnung irgendwann mal rumkriecht. Erstens. Zweitens ist es einfach so, ja, es ist Zeit, wo man braucht. Und wie gesagt, sie war ja damals drei Monate in der Klinik. Und...
95:59
Ich habe mich darum kümmern müssen. Ich habe gesagt, so funktioniert es nicht. Das ist nicht meine Tierwelt. Ich habe gerne Hunde daheim, ich habe gerne Katzen daheim. Von mir ist es ein Hamster oder wie auch immer, aber keine Schlangen.
96:12
War sie traurig, war sie böse oder hat sie gesagt, nein, verstehe ich?
96:16
Nein, sie versteht es. Weil, wie gesagt, sie war ja drei Monate weg und wusste nicht, dauert es länger oder nicht.
96:23
oder später irgendwann nochmal. Und dann sagt sie, das versteht sie. Und aus dem Grund hat sie es dann schwer ins Herzen. Aber sagt, okay, dann hört sie mit auf mit ihr Hobby.
96:32
Und dann gibt man sieben Schlangen weg. Wohin? Du hast ja gerade noch gemeint, Kondat, dann kriegt man schlecht los.
96:39
Wohin? Wir hatten wirklich Glück, wir haben jemanden kennengelernt. Die hat insgesamt, glaube ich, 50 Stück sogar. Und das ist ihr Hobby. Die hatte auch eigene Zimmer, wo die lauter Terrarium drin hatte. Und die hat die aufgenommen. Okay.
96:56
Also in gute Hände.
96:57
Natürlich haben wir kein Geld dafür bekommen, genau. Wir haben gesagt, wir wollen ja kein Geld verdienen damit, lieber in gute Hände und fertig ist es. Und dann haben wir die kennengelernt und so hat sie es dann ergeben und dann hat sie die genommen.
97:10
Ist das ganze Zubehör jetzt auch weg?
97:14
Ja, ja, alles miteinander.
97:15
Kann ja sein, dass man sich nochmal in ein paar Jahren anders überlegt, aber die Entscheidung steht fest. Nein, nein, nein.
97:22
Jetzt kommt es jetzt. Schatz, ich will Vogelspinnen haben. Na gut. Oh nein, nein, nein. Und Skorpione.
97:31
Nein, nein, nein. Also nein.
97:33
Ich hoffe, das kommt jetzt auch nicht im nächsten Umschlag. Da hätte ich jetzt keine Lust drauf. Aber vielen Dank Sven für deine Geschichte. Dir einen schönen Abend. Gerne. Alles Gute.
97:41
Bis bald. Bis bald. Tschüss. Bis dann. Tschüss.
97:45
So, wieder was Neues dazugelernt. Ihr könnt auch anrufen vom Handy vom Festnetz, wenn ihr sagt, zu diesem Feld kann ich eine Geschichte erzählen. Und wir öffnen jetzt das nächste Feld. Ich hoffe, es ist was Leichtes. Ich habe jetzt wirklich... Ich merke schon wieder... Ich habe so schwitzige Hände bekommen beim Zuhören von seiner Schlangengeschichte. Ich weiß auch nicht. So, was haben wir denn hier? Im nächsten Umschlag. Ach, das ist aber schön. Das ist schön. Wer hat Polarlichter, also die Polarlichter, schon mal mit eigenen Augen gesehen?
98:17
So, 90 Sekunden beginnen ab jetzt. Wir suchen eine Person, die Polarlichter schon mit eigenen Augen gesehen hat. Wer hat das von euch? Wer war schon mal wo, wo man die sehen kann? Ich glaube, das kann man an mehreren Orten auf der Welt beobachten. Aber vor allem natürlich in den Skandinavischen, da oben. Norwegen wahrscheinlich, da die Ecke. Ruft an, wenn ihr sagt, ich war schon mal unterwegs.
98:45
Und habe Polarlichter gesehen. Vielleicht mit dem Schiff. Ich glaube, da habe ich mal eine Geschichte hier in der Sendung gehört. Hat mir, glaube ich, mal jemand erzählt. Mit dem Schiff unterwegs gewesen, Polarlichter gesehen. Finden wir eine Person? Oder bleibt es dabei, dass wir es alle nur aus dem Fernsehen kennen? Von irgendwelchen Natur-Dokus?
99:08
Mal schauen, noch klingelt es nicht. Scheint wirklich keiner von uns hier in echt gesehen zu haben. Schade, ne? Bei vielen Leuten auf der Wunschliste einmal die Polarlichter in echt zu sehen. Bei mir auch. Würde es auch gerne mal sehen. Schon, glaube ich, was ganz, ganz Besonderes. Irgendwie hat das auch so was Magisches, finde ich. Werden wir jemanden finden? Wird es irgendwen geben? Sieht nicht gut aus bis jetzt. Ich gebe euch gerade noch mal die Nummer.
99:44
Finden wir eine Person, die die Polarlichter in echt gesehen hat? Nee, sieht nicht danach aus. Gut, dann müssen wir zur nächsten Frage. Gut, zu welcher kommen wir denn jetzt? Muss mal gerade gucken. So, da hätten wir das Nächste. Oh, das ist aber schwer. Das ist aber schwer. Wer hat sich denn das ausgedacht? So, das Nächste fällt. Wer hat sein Kind zu Hause zur Welt gebracht?
100:15
Das ist die nächste Challenge, aber es ruft gerade jemand an. Mal gucken, wer dran ist. Hallo, wer ist dran mit der 8-1?
100:21
Hallo, der Joshua.
100:28
Hallo, Joshua.
100:31
Joshua ist schon wieder weg. Gut, vielleicht finden wir jemanden. Also, ich glaube, es wird eher eine Frau sein, die da anruft. Wer hat sein Kind zu Hause, zur Welt gebracht? Finden wir eine Person, die eine Hausgeburt hatte? Oder ist das heute nicht mehr so alltäglich?
100:54
Ich weiß es nicht.
100:57
Ist, glaube ich, auch komplizierter, ne? Aber ich habe das auch schon mal gehört. Jetzt weiß ich aber nicht, ob es in der Sendung war oder ob ich das irgendwo mal im Fernsehen geguckt habe.
101:05
Ich weiß, dass sich das viele wünschen auch, weil sie sagen, das ist irgendwie ein bisschen vertrauter, ein bisschen wohler fühlt man sich dabei. Aber es geht auch nicht bei allen. Ich glaube, das kommt immer so ein bisschen darauf an, wie das Baby liegt. Aber ich bin kein Experte. Vielleicht könnt ihr das besser erklären. Schauen wir doch mal, wer anruft. Wer hat sein Kind zu Hause zur Welt gebracht?
101:32
Zehn Sekunden haben wir noch. Finden wir irgendeine Person oder finden wir keine Person? Da klingelt wer. Wer ist dran mit der Enziver 5-9?
101:42
Moin, hier ist Tammo. Tammo?
101:45
Ja, ich habe aber kein Kind zur Welt gebracht.
101:48
Du wahrscheinlich nicht. Aber deine Partnerin?
101:52
Ja, aber auch nicht zu Hause. Ich rufe eigentlich an wegen den Polarlichtern.
101:56
Ja, dann, okay. Dann nehmen wir die Polarlichter-Geschichte. Wo bist du her? Wer bist du erst mal? Du bist der?
102:03
Äh, Tamo aus Ostfriesland. Tamo aus Ostfriesland.
102:06
Ostfriesland, ui. Bist du gerade in der Gegend hier unterwegs oder hörst du uns in Ostfriesland gerade?
102:12
Nee, wir hören im Auto übers Radio. Aber wir sind nicht in der Gegend. Wir sind auf der A31. Wir können das aber trotzdem empfangen.
102:22
Auf dem Weg in Urlaub oder was?
102:25
Nee, aus dem Urlaub nach Hause.
102:28
Auf dem Weg nach Hause? Wo wart ihr denn? Ja.
102:32
Wir waren zwei Wochen in Spanien und eine Woche in Frankreich.
102:37
Ah, schön. Bist du erholt oder sagst du, hätte länger sein können?
102:44
Nö, jetzt sind wir auch froh, dass wir nach Hause fahren. Wir haben auch keine Lust mehr.
102:49
Keine Lust mehr. Ist alles so teuer geworden.
102:52
Nö.
102:52
So, Tamu, freut mich, dass du da bist. Also, die Polarlichter, du hast sie in echt gesehen, sagst du?
102:59
Ja, genau. Und Und zwar saßen meine Frau und ich draußen im Whirlpool.
103:05
Ja.
103:05
Und im ersten Moment sah das aus wie Nebel.
103:13
Ja, wo genau wart ihr denn da?
103:15
Wo genau wart ihr unterwegs? Wir saßen bei uns zu Hause im Garten im Whirlpool im Bunde. In Ostfriesland, bei euch? Ja, genau.
103:26
Ach, interessant. Okay.
103:30
Und das sah erst so aus wie so eine Nebelfront, die quasi in der Mitte vom Himmel fliegt. Und das waren dann weiße Lichter. Und dann sind diese Lichter auf einmal rot, grün geworden. Ja, rot, grün, weiß. Also diese drei Farben war das eigentlich ganz geil aus. Ach, die können auch rot werden. Wir sind da aber später jetzt hintergekommen.
103:59
Nö, aber wir haben dann auch Fotos von gemacht und so. Aber wir wussten das gar nicht, dass das Polarlichter sind. Da sind wir dann später erst hintergekommen, wo wir ins Bett gegangen sind. Da haben wir dann nochmal ein bisschen mit dem Handy gedabbelt. Und dann hatte jeder irgendwelche Fotos davon ins Netz gestellt bei uns in der Ecke. Und ja, dann haben wir das gegoogelt. Und dann waren das halt Polarlichter, die man bei uns in Ostfriesland sehen konnte.
104:26
Das war letztes Jahr irgendwann.
104:27
Das hat doch irgendwas mit diesen Sonnenwinden zu tun, oder nicht?
104:31
Irgendwie... Ja, genau. Im Januar war das.
104:35
Ich kann das nicht genau erklären, wie das entsteht. Aber es hat auf jeden Fall irgendwie was mit dieser Schicht, die die Erde umrundet. Und wenn das dann irgendwie so durchgeht, irgendwie...
104:51
Ich kann das nicht erklären. Müsste ich mir noch mal reinlesen.
104:53
Irgendwie diese Sonnenwinde oder irgendwie so ein Graben.
104:56
Irgendwie sowas, ja. Aber das ist das erste Mal und auch das letzte Mal. Nur dieses eine Mal bei euch aufgetaucht, dieses Phänomen?
105:05
Das kommt ganz ab und zu, kommt das mal vor, ganz selten. Aber wir haben das bis jetzt nur einmal gesehen, ja.
105:15
Wie lange war das Spektakel zu beobachten?
105:20
Eine Stunde?
105:21
Okay, also auch so ein kleines Zeitfenster eigentlich.
105:26
Ja, das soll wohl länger gewesen sein, aber wir haben das uns eine Stunde angeguckt.
105:34
Was macht das mit einem? Ist das irgendwie so, dass man dann so ein bisschen über sich selbst nachdenkt, über diese Welt, auf der wir sind, diese Faszination fürs Weltall, für die Sterne oder war das für dich einfach nur ein romantischer Moment mit Schatzi einkuscheln und knutschen oder was macht das mit dir?
105:56
Ja, wir saßen ja im Whirlpool, also das war schon, romantisch war das schon, ja. Aber eigentlich habe ich mir nur gedacht, boah, sieht geil aus.
106:05
Boah, sieht geil aus. Muss ich doch mal fotografieren, drüber meinen Freunden schicken. Ja, ein paar Fotos von gemacht, aber da haben wir eigentlich gar nicht so viele Gedanken drum gemacht.
106:18
Früher haben die ja damals... Bei solchen Phänomenen hat man ja damals immer so großen Aberglauben gehabt. Und ich finde das immer total faszinierend. Ich weiß jetzt nicht, ob man sich bei so Polarlichtern was wünscht. Bei einer Sternschnuppe macht man das ja schon. Aber irgendwie bringt das einen dazu, so ein bisschen über alles nachzudenken. Ich finde das schön. Und natürlich ein Traum, wenn man das ja auch noch im Whirlpool genießen kann.
106:43
Ja, was eigentlich das Geile daran war, ist, dass...
106:47
dass wir das bei uns zu Hause sehen konnten. Und dass andere da wirklich extra nach Norwegen fahren, um sowas einmal in ihrem Leben sehen zu können. Und wir haben das halt quasi durch Zufall einfach so mal gesehen, ja.
107:03
Würdest du trotzdem gerne mal nach Norwegen? Oder wart ihr schon da?
107:09
Wir waren mal da, aber nur... Mal haben uns mal Oslo angeguckt. Ähm...
107:16
Ja, könnte man schon mal machen. Warst du von Oslo nicht so begeistert? Wir machen eher lieber... Doch, Oslo war eigentlich schön, aber wir waren da nur einen Tag. Achso, okay, gut. Ja, wir haben mal so eine Tour mit einer Fähre von Kiel nach Oslo. Dann haben wir da den Tag in Oslo verbracht und dann sind wir wieder zurückgefahren. Das hat meine Frau mir mal zum Urlaub beschenkt.
107:41
Ah, verstehe. Normalerweise nimmt man sich ja mehr Zeit, aber ich habe schon gedacht, dass es wahrscheinlich irgendeine Kreuzfahrt war.
107:49
Ja, das war halt so ein Tagestrip, so eine Städtereise.
107:54
Aber Urlaub machen, machen wir eigentlich lieber da, wo es warm ist.
108:00
Ja, verstehe ich.
108:03
Kann man machen. Ich stelle mir trotzdem den Sommer da oben irgendwie auch ganz schön vor. Viel Grün und so weiter. Freunde von mir kommen aus Schweden und die sind, die Familie hat da so ein kleines Häuschen, so wie man es sich vorstellt, weißt du, so ein Schweden an so einem See, so ein kleines Holz, so eine kleine Holzhütte und, also eine kleine nicht, die ist schon richtig groß und so weiter, richtiges Familienhaus und natürlich ein Traum, ne? Also drumherum nur Natur, nur Wald und mittendrin dann dieser See, so mit so einem Steg auch noch, also wie man es aus dem Fernsehen, aus dem Film eigentlich kennt.
108:34
Ich glaube, so für den Urlaub zwei Wochen wäre ich dabei. Könnte ich mir gut vorstellen.
108:41
Klingt ganz gut, was du empfehlen.
108:44
Tamo, dann danke ich dir für deine Polarlichtgeschichte und schön, dass man gar nicht so weit wegfahren musste, um das zu sehen. Danke dir und schönen Abend dir noch.
108:54
Ja, danke.
108:55
Gleichfalls.
108:56
Bis dann.
108:56
Tschüss. So, zu Hause eine Hausgeburt haben wir jetzt leider nicht bekommen. Oder kommt da noch jemand? Nee, ich glaube jetzt nicht. Jetzt kommt keiner mehr. Wir müssen mal den nächsten Umschlag nehmen. Komm, wir haben auch nicht mehr so viel Zeit. Zehn Minuten haben wir noch. Wie viel haben wir jetzt eigentlich schon eingeholt? Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn. Ui, jetzt wird es aber wirklich spannend. So, wir kommen zum nächsten. So, was haben wir denn hier als nächstes?
109:20
Nehmen wir doch mal jetzt diesen Umschlag. Oh je, oh je, es wird nicht einfacher, es wird nicht einfacher. Die nächste Frage lautet, wer musste schon mal im Krankenhaus um sein Leben kämpfen? Ich sage ja, es wird immer schwerer.
109:39
Wer musste im Krankenhaus schon mal um sein Leben kämpfen? Greift zum Telefon und erzählt uns die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Ich glaube, das wird was Heftiges, sage ich euch. Wer musste im Krankenhaus schon mal um sein Leben kämpfen? Wen haben wir dran mit der Nummer 9 am Ende?
109:58
Hallo?
110:02
Wer ist dran? Hallo? Nummer 9 am Ende?
110:08
Sagt leider nichts. Ah, doch, da ist jemand. Wer ist denn dran? Die Valerie. Valerie, woher?
110:15
Aus Milgenberg. Wir hatten es schon mal miteinander. Und du sagst Bingo? Trifft auf dich zu?
110:21
Ja. Dann können wir ja direkt aufhören zu suchen. Valerie, schön, dass du da bist.
110:26
Hi. Hi. Mensch, da hast du sofort gesagt, das passt, das kenne ich. Da kann ich dir eine Geschichte erzählen, was ist passiert.
110:36
Also ich habe letztes Jahr im August, hat mir meine Tochter mein Leben gerettet, die hat den Krankenwagen gerufen, weil ich im Bett lag und habe Blut gespuckt. Was? Ja und dann bin ich mit dem RTW abgeholt worden, auf dem Weg ins Krankenhaus bin ich einmal reanimiert worden.
110:56
Und dann im Krankenhaus an sich haben sie mir Infusionen irgendwie gegeben, auch so Kohletabletten, weil angeblich irgendwelche Vergiftungserscheinungen waren, obwohl ich gar nichts zu mir genommen hatte.
111:09
Und dann haben die mich da in der Notaufnahme in dem Zimmer, haben sie mich zehn Stunden einfach liegen lassen. Und ich habe dann nach diesen zehn Stunden, also das waren dann ein bisschen was über zehn Stunden, habe ich das eine Medikament nicht vertragen und ich habe schon gedrückt. Und ich habe dann gleichzeitig noch einen epileptischen Anfall bekommen, weil ich Epilepsie halt habe. Und ja, bis dann mal da jemand gekommen ist, das hat ewig gedauert.
111:39
Und dann haben sie mich in den OP geschoben und da bin ich dann in Vollnarkose gelegt worden und da bin ich dann tatsächlicherweise auch nochmal fünfmal reanimiert worden.
111:50
Ach du meine Güte. Jetzt muss ich mal ganz kurz nochmal zurückspulen. Du bist zu Hause, spuckst Blut und du weißt überhaupt nicht warum.
111:58
Nein, also ich lag im Bett, ich habe geschlafen und habe während dem Schlaf quasi Blut erbrochen und ich wusste gar nicht warum. Also ich habe richtig Blut gespuckt.
112:09
Ging es dir Tage zuvor schon irgendwie schlecht oder kam das wirklich aus dem Nichts?
112:14
Überhaupt nicht. Ich habe nichts gemerkt, gar nichts. Es kam einfach spurplötzlich. Und meine Tochter ist dadurch wach geworden, weil die bei mir im Bett schläft ab und an mal. Und Gott sei Dank auch an diesem Tag und hat dann den Krankenwagen sofort geholt. Also das mit zehn Jahren. Also Chapeau.
112:36
Die war zehn. Das muss ja auch ein Horrorszenario für sie gewesen sein.
112:42
Quatsch, neun war sie, neun. So rum, ja. Letztes Jahr neun, ja.
112:47
Habt ihr das nochmal aufgearbeitet? Weil ich kann mir vorstellen, eine Neunjährige, die ihre Mama Blutspucken sieht, das muss ja traumatisch sein.
112:54
Ja, wir sind dann zu einer Psychologin gegangen und alles. Boah, oh mein Gott, wie heftig.
112:59
Ja, jetzt wollen wir natürlich alle wissen, was kam denn dabei raus? Was haben sie denn im Krankenhaus festgestellt?
113:04
Also die haben dann Magenspiegelung durchgeführt, nicht nur einer. Also ich war ja länger im Krankenhaus dann auch gelegen, tatsächlicherweise.
113:12
Und die haben dann mehrere Magenspiegelungen durchgeführt. Und da ist dann rausgekommen, dass ich drei Magengeschwüre habe. Zwei sind wohl gutartig oder waren gutartig und eins ist bösartig und waren Magenkarzinom.
113:30
Ach du meine Güte. Und wenn man das nicht hätte...
113:34
Genau, das hat aktiv geblutet, das Magenkarzinom. Und deswegen, ja, das ist wohl da irgendwie geplatzt. Oder ich weiß es nicht, die haben mich das auch nicht ganz genau erklärt. Auf jeden Fall waren da aktive Blutungen an dem Bösartigen. Und das haben sie mir dann gleich bei dieser letzten Magenspiegelung, haben sie mir das dann auch raus, also haben sie mir die ganzen Magengeschwüre rausgenommen dann, ja.
114:02
Das ist jetzt wie viele Jahre her?
114:05
Letztes Jahr im August. Also dieses Jahr wird das ein Jahr.
114:13
Macht das was mit einem, dass man sagt, ich gehe jetzt regelmäßig zur Kontrolle? Weil das spürt man ja von außen nicht, dass da irgendwas im Körper entsteht. Du hast es ja die ganze Zeit auch nicht gemerkt. Du hast ja gar nicht gewusst, was das sein könnte.
114:26
Eben.
114:27
Ja, also klar macht das was mit einem. Gerade ich, ich bin alleinerziehende Mama von einer zehnjährigen Tochter. Und ich möchte nicht haben, dass mein Kind ohne Mama aufwächst. Also das ist ja ganz, ganz schlimm, wenn man seine Eltern verliert. Und allein deswegen mache ich das schon, dass ich da regelmäßig jetzt zum Arzt gehe. Ich muss, ich bin ja sowieso verpflichtet, da jetzt regelmäßig hinzumachen. Ich kriege ja so eine Infusionstherapie.
115:00
Genau und ich muss jetzt auch wieder am 14.9. muss ich wieder zu der Magenspiegelung, um zu gucken, ob alles gut noch ist oder ob da vielleicht irgendwie doch was gestreut hat oder zurückgegangen ist oder keine Ahnung. Ja, also da macht man sich dann schon Gedanken.
115:17
Das ist unangenehm, ne? Wie wird die Magenspiegelung gemacht von oben?
115:21
Also ich lasse sie über Vollnarkose machen. Ich kriege da gar nichts mit, aber ich habe mir das erklären lassen, das wird durch den Rachen, ne, geht das quasi. Und dann kriegt man Gase in den Magen reingesetzt, wo dann der Magen aufgebrannt wird.
115:38
Genau. Und dann wird das da mit einem Schlauch und Kamera wieder drin rumgeguckt. Genau.
115:45
Ja, es gibt Schöneres, was man machen kann. Aber das musst du einmal im Jahr machen.
115:48
Also im Nachhinein ist das schon, genau, ich muss das jetzt einmal im Jahr machen. Also letztes Jahr war es jetzt öfters gewesen.
115:58
Und ist das so morgens hin, mittags wieder heim oder bleibst du da über Nacht?
116:03
Nein, also ich gehe frühs hin, habe da frühs den Termin und dann mittags muss ich geholt werden, weil ich darf ohne Aufsicht dann nicht nach Hause.
116:12
Du darfst auch nicht hinter das Steuer, logischerweise, weil du ja Narkosemittel hattest. Verstehe.
116:18
Und es ist auch ein sehr unangenehmes Gefühl im Nachhinein. Also der Rachen ist ganz eklig gereizt. Man hat dann so eine richtige kratzelige Stimme und der Magen ist so aufgebläht. Man hat das Gefühl, man muss die ganze Zeit irgendwie hier pupsen. Aber dabei muss man das irgendwie gar nicht. Ja, man stößt mehr auf. Und dann dieses Aufstoßen, das ist halt auch so ein richtig ekelhaftes Gefühl und so ein richtig ekelhafter Geschmack durch diese Gase da eben.
116:50
Also es gibt Schöneres.
116:54
Aber am Ende des Tages ist es wichtig, dass man guckt, dass man weiß, okay, da ist nichts. Und das ist ja auch für dich ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass alles wieder gut ist.
117:03
Also der Papa von meiner Tochter hat gesagt, bevor er rübst und es stinkt, so hat er lieber Anal-Boost, bevor er sowas hat.
117:13
Ja, keine Ahnung. Ich finde es aber schön, dass ihr das heute so locker sehen könnt und dass es euch gut geht. Das ist die Hauptsache. Mach mir nur gerade Sorgen, ob das so eine Sache ist, wo man auch bei den Kids dann gucken muss. Ist das vererbbar? Weißt du, dann so diese Sorge, die man dann hat.
117:26
Also da habe ich tatsächlich nachgefragt. Die haben wohl gesagt, das kann sein, aber muss nicht. Und dadurch, dass ich ja schon vorher krank bin, vermuten die stark, dass das durch diesen jahrelangen Tablettenkonsum, was ich zu mir genommen habe, durch die Epilepsie, ich nehme mir Lamotrogen, dass das das wohl ausgelöst hat.
117:52
Ja, weil das kann, die haben auch gesagt, Paracetamol soll man ja wohl auch nicht so oft nehmen oder so Iproflam und Ipropofen, weil das verursacht auch Magengeschwüre.
118:05
Ja, es greift alles an von innen, das stimmt schon. Valerie, ich freue mich, dass es dir gut geht. Danke, dass du angerufen hast und uns deine Geschichte geteilt hast. Und ich wünsche dir einen schönen Abend. Alles Gute dir.
118:15
Danke, ciao.
118:16
Bis bald. Tschüss.
118:19
So, 12 Felder sind es nicht geworden, es sind 11 Felder geworden, aber es war spannend. Mensch, wir haben über Nachtzüge gesprochen, über mit dem Schatz auf dem Eiffelturm, wir sind Kamel geritten, Heißluftballon gefahren, wir haben Tattoos entfernt, waren mit dem Chef im Urlaub, haben Fenster eingeschlagen, Schlangen im Terrarium gesehen, also gesehen nicht, aber gehört und Polarlichter. tolle Geschichten bei rumgekommen. Ich sage vielen Dank fürs Zuhören, fürs Mailschreiben, fürs Posten, für jeden Abend, den wir zusammen verbringen. Jetzt verbringen wir erst mal zwei Wochen nicht zusammen.
118:51
Ich komme wieder, aufgepowert, aufgepowert, aufgeladen, voller Power. Ich hoffe, ihr seid es dann auch. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine tolle Zeit und freue mich, wenn wir uns dann wieder hören in alter Frische. Bleibt gesund, bleibt nett zueinander und passt auf euch auf. Bis dann. Tschüss.