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SRF Audio Persönlich
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Michel Schönbechler im Gespräch mit Gästen.
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Das ist das persönlich. Die zwei Lebensgeschichten von den Menschen, die wir heute Morgen hören dürfen. Und wir haben, ich würde sagen, einen schönen gefüllten Saal hier im Stadthaussaal des Ephrätika. Schön, dass ihr gekommen seid. Natürlich schön, wenn ihr am Radio eingeschaltet habt, live und direkt oder vielleicht in euch als Podcast nachhört. Bei mir sind zwei Menschen, bei denen man altersmässig sagen kann, da liegen fast zwei Generationen dazwischen.
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Fast 50 Jahre Altersunterschied. Sie ist Pianistin, er ist Pensionär. Manu Stott und Benni Tourner. Guten Morgen zusammen.
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Morgen.
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Schön, dass Sie da sind, Benni.
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Die Jungen sahen einen Blick auf die Seite, wo ich gesagt habe, Pensionär, du hast dich schon lange daran gewöhnt. Und trotzdem, was ist das für ein Wort, was löst das bei dir aus?
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Ja, das ist die nackte Tatsache, dass ich jetzt zu der älteren Generation gehöre. Und es gibt eigentlich nur eines, man sollte das akzeptieren. Jeder sollte sein Alter akzeptieren. Also von dem ganzen Longevity-Zeug und so, wo man wirklich das Leben verlängern sollte. Und mit 70 aussehen wie mit 50, von dem halte ich also absolut rein gar nichts.
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Das ist jetzt mal eine direkte Ehe.
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Und du bist ja noch sehr aktiv, Benni. Gerade war die Fussball-Weltmeisterschaft. Da hat man natürlich gesagt, der Turnier war vor Jahren schon an der WM. Der kann sicher noch etwas über Fussball erzählen. Du hast recht viel gemacht in diesem Sommer. Ist es manchmal fast zu viel gewesen?
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Nein, zu viel ist es eigentlich nie. Es ist eigentlich schön, weil ich immer noch Anfragen rüber komme. Das erstaunt mich, ehrlich gesagt, ein wenig. Weil jetzt bin ich seit zwölf Jahren pensioniert. Und die Leute denken immer noch an mich und das freut mich natürlich. Und umgekehrt gehe ich nur noch an das zusagen, das ich gerne mache. Das ist eigentlich ein Privileg, das man als Rentner hat.
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Manners, du kommst direkt aus den Ferien, aber auch in den Ferien hast du deine Finger gebraucht, Klavier gespielt und davor hast du einen Meisterkurs in Wien. Was heisst das? Was ist ein Meisterkurs?
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Dieser Meisterkurs ist sehr speziell. Normalerweise dauern so ein bis zwei Wochen. Die heißt Foundation Leaven und ich war dort einen ganzen Monat und ich hatte dort sechs unterschiedliche Professoren, zwölf Unterrichter und drei Konzerte gespielt. Also von dem her so ein intensiver Monat. Ich weiß jetzt gerade noch gar nicht genau, wo mein Kopf steht, weil von Wien intensiv den ganzen Tag nur mit Musik beschäftigen, so viele Eindrücke, unterschiedliche Welten, die sich mir geöffnet haben und dann fünf Tage lang eigentlich nur im Wasser sein.
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Ich habe das Gefühl, wir sind Schwimmhäute gewachsen. Und jetzt, ich weiss nicht, ob mein Kopf noch in Zavala oder in Wien oder in Armenien oder weiss nicht, wo er ist, aber jetzt bin ich hier, glaube ich.
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In Ephrätika. Und wir werden ja auch noch ein bisschen in Genuss kommen von deinen musikalischen Künstlern. Aber was mich jetzt noch wundernimmt, du hast gesagt, sechs verschiedene Professoren. Und dann denke ich so, einen reicht nicht. Also warum braucht es so viele verschiedene Professoren?
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Ähm...
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Als Musiker ist man auf der ständigen Suche, die nie aufhört. Deswegen, ich glaube auch, ist man mal ein Pianist, wird man nie ein Pensionär. Man ist ein Pianist ein Leben lang. Die Suche nach einer gewissen Wahrheit, die nicht als eine Wahrheit existiert.
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sondern nur eben durch diese Suche entsteht. Und jeder Professor hat so viele verschiedene Schulen durchlaufen, hat selber unglaublich unzählige Professoren gehabt, so viele Erfahrungen gemacht und jeder hat seine eigene Idee von einer Wahrheit gefunden, die so wertvoll ist. Und alle sechs Professoren, die ich hatte, waren unglaublich unterschiedlich.
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Hast du vielleicht einen Satz oder einen Gedanken, den du mitgenommen hast, die gesagt hast, das hat mich in meiner Möglichkeit als Pianistin weitergebracht oder mich irgendwo begleitet?
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Gibt es so etwas? Es ist vielleicht weniger ein Satz.
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Sondern der eine Professor hat mir gezeigt, wie viel im Rahmen des Respekts gegenüber des Komponisten und seiner Endgültigkeit von dem, was er geschrieben hat, möglich ist, selber persönlich reinzubringen. Und er hat mir da nicht einen neuen Weg gezeigt, aber mich weitergeführt auf einen Weg, den ich bereits angefangen habe zu gehen. Und das war wahnsinnig spannend.
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eine ständige Weiterentwicklung als Musikerin. Ich habe ein Bild gesehen, wo du, bevor du auf die Bühne gehst, einen Handstand machst. Man dachte, wie kommt es?
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Manchmal, wenn man...
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Wenn man tagelang in einem Überraum irgendwo, ich habe zum Glück zu Hause einen schönen Überraum, aber zum Beispiel, wenn man unterwegs ist, wird man teilweise tagelang in einem Keller und man weiß nicht mehr, wann Tag und Nacht ist und man weiß manchmal nicht mehr genau, man vergisst selber seinen Namen und wenn man dann sehr nervös wird und Die ganze Welt scheint sich zu drehen. Wenn man sich kurz auf den Kopf stellt und merkt, die Welt ist immer noch da, dann ist das irgendwie beruhigend.
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Was für ein tolles Bild. Benni, hast du mir auch den Handstand gemacht?
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Nein, aber mir kommt da gerade etwas ins Sinn. Wenn ich am X4-Reportage habe, da kommt schon ein Mannschaftsaufstand, relativ spät, über eine halbe Stunde vorher, mit der Nummer der Spieler. Und dann wäre es gut, wenn du das auswendig kennst. Also wenn du siehst, Nummer 8 ist der und der. Und dann habe ich mal etwas gelesen über die Hirnfunktionen. Das eine ist für das Abstrakte zuständig, die eine Hälfte, und die andere irgendwie für Bewegungen. Und dann kannst du das aktivieren. Also der Trick war, während dem Auswendiglernen habe ich immer mit einem Kugelschreiber oder so jongliert, also irgendetwas Körperliches gemacht, weil dann hat es eben die andere Hirnhälfte auch eingeschaltet.
07:11
Und tatsächlich, dadurch hast du das dann viel leichter lernen können. Also es gibt auch banales Beispiele, das kennen wahrscheinlich die meisten, wenn wir etwas mal auswendig lernen, hin- und herlaufen, das hat eigentlich den gleichen Effekt. Du musst dich einfach bewegen, dann geht mehr von deinem Hirn zu arbeiten.
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Das Hin- und Herlaufen als Pianistin ist halt einfach ein bisschen schwierig. Das Instrument kommt nicht mit. Also eher in der Team Handstand.
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Beni, du warst unterwegs in Amsterdam und hast mir erzählt, dass die Heireise ein bisschen komplex war. Ich finde es spannend, wenn es ein Mensch schafft, von Amsterdam auf Zürich zweimal den Flieger zu verpassen, das ist sehr verkürzt gesagt, dann muss irgendetwas dahinter sein. Was ist passiert?
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Das erste Mal war etwas blöd. Der Flieger ging um drei Uhr. Wir haben in der Lounge gewartet, sind dann um halb drei Uhr langsam Richtung Gate. Dann haben wir aber gesehen, Flug verspätet. 45 Minuten später haben wir wieder rechts um die Kerl gemacht, dann sind wir in die Lounge und sind dann eine halbe Stunde später weiter losgelaufen. Und dann hat es zu unserer völligen Überraschung geheißen, Gate closed. April, April, der Flieger war jetzt gleich nicht verspät.
08:24
Der Flieger ging ja ohne uns. Dann haben wir wieder vier Stunden gewartet am Flughafen. Dann hatte der Flieger Verspätung von Zürich, der dann von Amsterdam zurück hat sollen. Dann waren wir an Bord und dann hat es geheißen, wir bringen das Treibwerk nicht hoch. Und dann haben sie da zwei Stunden lang gekriegt und gesagt, geht nicht. Und dann haben wir uns übernachten in Amsterdam und am nächsten Morgen um 7 Uhr sind wir dann nach Hause geflogen. Wobei, das klingt so einfach. Ich als absoluter Non-Computer-Mensch habe natürlich... Wir hatten Flugbeläte auf Papier.
08:56
Die meisten Leute hatten es aber auf dem Handy. Und die, die es auf dem Handy hatten, wenn der Flugzeug verschoben wird, hat dann das Wissen automatisch dich auf den nächsten Flugzeug gebucht. Aber wenn du das nicht auf dem Handy hast, was machst du denn, damit du überhaupt zu einer Einstiegskarte vom nächsten Flugzeug kommst? Wir haben dann zum Glück...
09:14
verständnisvolle Mitpassagierer, die dann das, ich weiss auch nicht, wie die das gemacht haben, für uns erledigt haben. Die sind dann via ihren Flugschi zu uns und haben uns dann am Schluss via E-Mail auf mein Handy Flugbeleg geschickt. Dass dann die Käufer zu Hause nicht angekommen sind, das ist dann noch... Der Schluss war relativ lang fertig.
09:37
Aber mittlerweile sind es da, ihr seid da.
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Alles ist wunderbar.
09:41
Sehr gut. Ihr habt eine Reise hinter euch. Manu, du hast eine spannende Reise hinter dir im Sommer. Also vielleicht schnell zum Einordnen. Du hast den Bachelor abgeschlossen an der Musikakademie in Basel und bist ausgewählt worden als Schweizer Vertreterin beim Eurovision Contest für klassische Musik. Also es gibt eine bekannte ESC und die gibt es aber auch für die klassische Musik. Und du bist für die Schweiz dort vor Ort gewesen.
10:11
Was hast du...
10:13
Mitgenommen von dieser Reise? Ist es etwas Musikalisches oder Persönliches? Ihr wart in Erivan, doch auch sehr aussergewöhnlich.
10:23
Ich glaube, das Persönliche überwiegt das Musikalische, denn der Wettbewerb an sich ist sehr, sehr ungewöhnlich im Klassikbereich. Und in sechseinhalb Minuten, das ist so gut wie nichts für klassische Musik. Und eigentlich genau das Gegenteil für das, für was die klassische Musik steht, nämlich Zeit und Innehalten.
10:46
Aber persönlich habe ich unglaublich viel durch diese Reise gelernt. Einerseits, ich liebe es zu reisen, in neue Länder zu kommen, neue Städte kennenzulernen, die Menschen. Es ist so unterschiedlich, die Kulturen und die Kommunikation, wie die Menschen sind. Und in Armenien auf jeden Fall unglaublich lieb und offen und gastfreundlich. Und das Land ist so schön, das Essen so gut. Ich würde so gerne nochmal dorthin gehen, weil es waren leider nur ein paar Tage, sehr gefüllt mit Musik. Und...
11:14
und bestimmt auch unglaublich wertvoll an so einem Wettbewerb, ist immer die ganzen anderen Teilnehmern kennenzulernen. Ähnlich alt sind, aus unterschiedlichen Hintergründen teilweise kommen, aber alle diese gleiche Leidenschaft für die Musik verbinden und wie sie durchs Leben gehen. Und wie ich durchs Leben gehe, sehr viele Parallelen und auch sehr viele Unterschiede, aber so viel, was man voneinander lernen kann und Freundschaften, die sich schließen.
11:40
ESC, Benni, da hast du auch einen Bezug. Du hast lange kommentiert den ESC.
11:46
Aber nicht der klassische, sondern... Ja, ja, als ich kommentiert habe, haben wir noch gewonnen mit Céline Dion. Ja gut, jetzt haben wir auch gewonnen. Genau.
11:56
Das ist aber wirklich, das glaubt man mir gar nicht, aber ich habe tatsächlich eine Woche zusammen mit Céline Dion verbracht, weil da war das noch eine Heimerung, da war die Schweizer Delegation, die Fernsehkommentator der drei Fernsehstationen natürlich. dann Komponist, Texter und irgendwie noch zwei Redaktoren vom Fernseher. Und du hast wirklich zusammen gelebt, wochenlang. Du bist zusammen vom Hotel in die Halle gefahren, zusammen von der Halle zurück, von der Probe und so weiter. Du hast zusammen zum Morgen gegessen.
12:26
Also ich habe wirklich mit der Selinde, ich habe zum Morgen gegessen. Ich muss ja nicht sagen, dass eine andere Acht auch noch am Tisch gesessen sind.
12:33
Aber das war also wirklich cool.
12:37
Wie war es in Erivan, Manusch? Du hast gesagt, dieser Austausch zwischen den anderen Musikern hat stattgefunden. Aber letztlich ist man ja trotzdem an Konkurrenten auf der Bühne. Ist das etwas, was man gespürt hat?
12:51
Nein. Also wir hatten, wir sind dann zwei Tage oder drei Tage vor dem Wettbewerb haben sie so einen Ausflug organisiert für uns und wir sind rausgefahren zu meinem Tempel, haben den angeschaut und dann gab es gemeinsam das Abendessen und dann haben wir Volkstänze zusammen getanzt und das ist sowieso etwas, was so stark verbindet. Und außerdem ein Kollege von mir, der mit mir in der gleichen Klasse, der Klavierklasse in Basel studiert, er ist für Schweden an den Wettbewerb gereist. Also wir sind auch Freunde in Basel und Das ist wirklich schön.
13:23
Es gibt keine Konkurrenz in deinem persönlichen Leben.
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Gleichwohl hast du noch etwas Spannendes gesagt. So einem Wettbewerb entspricht eigentlich nicht der klassischen Musik. Wie meinst du das?
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Klassische Musik hat, ich glaube, es sind nicht sehr viele sehr junge Leute hier heute, aber normalerweise unter jungen Leuten nicht so viel Beliebtheit wie manche anderen Musikrichtungen. Und das ist einerseits vielleicht dem Kontakt verschuldet, dass man...
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dass Jugendliche und Kinder weniger in Kontakt damit automatisch kommen. Aber andererseits auch klassische Musik ist etwas, was eben gegen diesen extrem schnellen Zeitstrom von heute geht. Es ist etwas, was vor 200, 100, 300 Jahren geschrieben wurde und nichts an Gültigkeit verloren hat. Und das ist das, was es ja so faszinierend für mich macht.
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Aber es braucht Zeit und es braucht die Neugierde und den Willen, wirklich innezuhalten und zuzuhören und sich zu öffnen für etwas, was man vielleicht auch noch gar nicht so kennt. Und Eurovision Young Musicians, es ist toll, weil es unglaublich viele Möglichkeiten gibt. Ich bin so dankbar, dass ich dort teilnehmen durfte. Aber es...
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In sechseinhalb Minuten kann sich die Musik nur knapp entfalten. Das Orchester, der Musiker, die Bühne, der Raum, das Publikum. Es muss sich alles kennenlernen, es muss sich gegenseitig spüren. Sechseinhalb Minuten sind dafür zu wenig. Und auch um wirklich Musiker Persönlichkeit kennenzulernen. Da kann Musiker mehrere Stunden spielen und es gibt immer noch so viel, was man daran kennenlernen kann. Und es ist eine Talentschau. Es ist eine Show.
15:22
Das, was ich in der Musik grösstenteils wegnehme, ist der Show-Aspekt, damit es wirklich die Musik ist ohne Show.
15:32
Ich kann dir nicht 6,5 Minuten bieten.
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Manusch, wir sind in einer Gesprächssendung, 6,5 Minuten haben wir nicht, aber ich glaube, wir hätten doch ein bisschen Zeit, um reinzuhören, wie du an das Instrument gehst, wie du als Persönlichkeit am Instrument bist. Vielleicht kannst du schnell durchgehen. Wir haben den Flügel hier auf der Bühne aufgestellt, dann werden wir etwas von dir hören und in der Zwischenzeit frage ich schnell Benni. Manusch hat gesagt, Persönlichkeit trotz Show auf der Bühne nicht zu verlieren, das ist eine perfekte Frage, die du beantworten kannst. Wie gelingt einem das?
16:10
Ja, indem man nicht mehr als mehr erscheinen will, als man ist. Es ist natürlich eine grosse Gefahr, dass wenn du vor dem Publikum auftrittst, du möchtest natürlich möglichst gut dastehen und dann tust du dich entsprechend irgendwie benehmen. Also ich meine, jeder Sportreporter, der anfängt, der kommentiert, also es gibt die berühmte Frage, kommentierst du für ein Formalize- Kommentator, Formal 1, Autorennen. Die Frage ist, kommentierst du für deinen Garagist oder für deine Grossmutter?
16:44
Und ich schwöre noch, 100% von allen kommentieren für ihren Garagisten. Das heisst, sie wollen zeigen, dass sie daraus kommen, dass sie von der Materie sind. Und eigentlich ist das falsch, weil es gibt tausendmal mehr Grossmütter, die zuschauen als Garagisten. Also man sollte für die Grossmutter kommentieren. Man sollte immer für die Leute kommentieren und nicht zum Zeigen, dass man daraus kommt. Und das ist...
17:12
Nicht ganz einfach, da muss man sich selber zurücknehmen. Aber sonst muss ich sagen, was sie jetzt alles erzählt hat über Musik, das fand ich sensationell. Und ich bin fast ein bisschen eingeschüchtert, weil gegenüber dem, was sie jetzt erzählt hat, erzähle ich eigentlich lauter Banalitäten.
17:31
Ich weiss nicht, ob wir die Wertungen so... Ich würde die Wertungen so nicht machen. Es ist einfach immer wieder spannend und faszinierend, mit Menschen über ihre Leidenschaften zu reden. Und ich glaube, gerade ihr zwei sind Persönlichkeiten, die ja ganz viele davon haben. Manusch ist mittlerweile am Flügel angekommen. Wir dürfen, glaube ich, ein bisschen reinhören. Darf ich mir dir die Bühne freigeben? Was hören wir?
17:52
Genau. Ihr hört von Robert Schumann aus dem Faschingsschwank aus Wien, sehr passend, das Intermezzo.
18:02
Passt auch sehr gut hierher, es ist wirklich nur ein kleines Intermezzo. Warum ich dieses Stück heute spielen möchte und warum ich das so liebe, der Fasching-Schwank aus Wien, es ist Fasching, es ist Karneval, Fastnacht. Und es ist ein Spiel mit Masken. Und manchmal, diese Masken geben den Menschen die Möglichkeit, mehr Mensch zu sein, wie wenn er keine externe Maske aufhätte.
18:28
Und in den ersten paar Sätzen gehen wir ganz durch dieses Leben in einer Maske, wie wir uns da ausprobieren können, welche Seiten wir rauslassen dürfen, die wir sonst unterdrücken, weil wir sie unpassend finden oder zu viel. Und in diesem Satz, diesem Intermezzo, ist es wirklich, als würde dieser Mensch, der mit einer Maske durch Wien gelaufen ist, diese Maske kurz abnehmen in einer dunklen kleinen Zwischengasse und wirklich ganz persönlich, ganz als Mensch, direkt zu euch, zu dir sprechen.
19:03
Und für mich ist es, als würde ich fragen, wer er ist, wer er wirklich ist. Aber das ist natürlich ganz offen eurer Imagination.
19:25
Musik Musik Musik Musik Musik Musik
21:40
Manu steht live in der Sendung persönlich auf Radio SRF 1. Benni, was löst die Klänge aus?
21:51
Ja, es ist wunderschön. Mir ist etwas geblieben, was sie vorher gesagt hat. Du willst ja möglichst dem Komponisten gerecht werden, was er gefühlt hat. Und dann habe ich mir aber überlegt, z.B. Mozart hätte selber überhaupt gewusst, wieso er das so komponiert. Oder ist das einfach so aus dem Auskommen? Es ist ja wie bei Malern.
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der hat ja nicht irgendeinen Plan, das entsteht einfach so. Ich kann mir vorstellen, bei den Komponisten ist das auch, also das fliesst. Mozart hat ja so viele Sachen komponiert, er konnte ja nicht jedes Mal zuerst intellektuell vorgehen, was soll ich jetzt als nächstes, sondern das ist einfach so gesprudelt, also stelle ich mir vor.
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Ja, auf jeden Fall. Also manche Leute sagen heutzutage wildeste Theorien, dass Mozart auf dem Spektrum war oder dass er ATHS hatte. ATHS kann ich mir wirklich gut vorstellen bei Mozart. Und es ist auf jeden Fall irgendwo so ein Aspekt, dass es einfach gespudelt ist, glaube ich schon. Ich weiß nicht, es ist schwierig zu verstehen, eigentlich auch für mich, dieser Prozess, weil es ist bestimmt so wie Bausteine, die sie haben. Aber es gibt diesen unerklärbaren Punkt, wo es einfach irgendwie, weiß nicht, woher genau in sie reinkommt und dann rausspudelt. Also das ist schon so.
23:07
Du weisst ja auch nie, was es beim Gegenüber auslöst. Welche Emotionen? Ich bin sicher auch bei uns im Publikum. Das löst etwas aus, die Musik macht etwas mit einem. Das ist ja das Schöne an diesen Emotionen. Ich möchte noch das Bild von Masken verlieren, sich selber zu sein. Du hast es beschrieben, bevor du das Stück präsentiert hast. Benni, wann gelingt es dir am einfachsten, die Maske zu verlieren und dich selber zu sein?
23:32
Also ich meine natürlich, ich sage immer so, ich habe gar nie eine Maske. Und das ist sozusagen ein Geheimnis von meinem Erfolg gewesen, glaube ich. Weil wenn man etwas vorspielen will, was man nicht ist, ist das auf die Länge unglaublich anstrengend. Und wenn du immer überlegen musst, jetzt habe ich... Jetzt treffe ich den und dem habe ich das gesagt und der meint das und der andere ist so. Und wie soll ich mich jetzt verhalten? Nein, ich bin einfach so, wie ich bin und ich habe überhaupt kein Problem, jetzt da zu kommunizieren oder zu kommentieren oder was auch immer.
24:10
Mich gibt es nur einmal. Es gibt keine verbesserte Version von mir.
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Wenn man bei diesen Persönlichkeiten bleibt, ohne Masken, bei den Menschen, denen wir begegnen dürfen. Manus, du hast gesagt, wenn du dich beschreiben würdest, du seist verrückt, willensstark, leidenschaftlich und ein Okapi.
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Okapi, das ist das Tier, eine Mischung zwischen Zebra, Giraffe, Hirsch. Was hast du damit gemeint?
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Als ich so 14 rum war, hatte ich eine sehr verrückte Phase. Also nicht verrückt im Sinne von sehr, sehr viel Blödsinn machen. Vielleicht bin ich aber nicht wirklich. Vor allem, ich konnte teilweise wegen nichts einfach fünf Minuten oder länger auf dem Boden liegen und lachen wie verrückt. Und niemand wusste, was genau passiert ist. Aber es war so extrem lustig für mich. Und in dieser Zeit...
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habe ich dann angefangen, verschiedene Persönlichkeiten in mir zu bedennen. Das hat mir sehr Spaß gemacht. Meine Tante hatte ein bisschen Sorge, sie ist Psychologin. Und dann war sie teilweise so mit meiner Mutter, ist das wirklich noch okay oder so? Aber nein, es hat sehr viel Spaß gemacht. Und ich meine, wir sind alle aus verschiedenen, wir sind wie so ein Puzzler aus ganz verschiedenen Teilen. Und manche...
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Dinge passen an mir sicher auch nicht sehr gut zusammen. Und ich finde es spannend, was du gesagt hast, dass du immer Benni bist, ob du auf der Bühne bist oder nicht auf der Bühne. Für mich, das ist eine Frage, die ich mir eigentlich sehr oft gestellt habe, ob ich auf der Bühne, ich bin bestimmt ich selber, ich bin Manusch, aber...
25:52
habe ich nicht auch ein gewisses Bühnen-Ich, das trotzdem ehrlich und echt ist, aber vielleicht nur einen Teil zeigt, weil man ist ja dann am Ende doch auch recht verletzlich, wenn man sich der Öffentlichkeit so präsentiert.
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Also ich glaube, da gibt es schon einen Unterschied zwischen Musikerin und Moderator oder Kommentator. Also ich sage nicht mehr, spannend wäre es ja gewesen, also ich war gewesen, wenn ich gewesen bin und als ich da entdeckt wurde, war dieser Typ gerade gefragt. Und darum war es dann für mich überhaupt kein Problem. Ich war gewesen, wenn ich bin und hatte einen Erfolg. Und jetzt ist aber die Frage, ich habe natürlich auch die Leidenschaft gehabt, ich wollte unbedingt Sportreporter werden. Und jetzt die interessante Frage, Die Konstellation wäre gewesen, wenn ich jetzt mit meinem Typ nicht so ganz angekommen wäre.
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Was wäre dann passiert? Hätte ich mich dann, ich nehme es an, auch ein bisschen verändert, sodass ich dann den Erfolg haben kann? Wobei Erfolg ist ja relativ, wie soll ich sagen, mein Ziel war immer, dass ich diesen Beruf weitermachen kann. Das ist einfach die Faszination. Bei dir wahrscheinlich gleich. Bei anderen Spielern willst du nicht unbedingt Weltmeisterin und die Bestverdienenden der ganzen Welt sein, aber du willst immerhin so gut werden, dass man...
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dass du weiterhin immer spielen kannst. Beim Fussball hat es mal einen Strich gegeben. Ober 8, unter 4. Du willst immer über dem Strich sein, damit du das so machen kannst. Aber ich hatte einfach Glück. Ich weiss nicht, was passiert wäre.
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Wenn du dann zumal bei dieser Auswahl nach dem neuen Sportprogramm nicht gewählt worden wärst. Das war ja der Anfang deiner Karriere. Aber ich gehe mit dir auch nochmals ein bisschen weiter zurück. Wir hatten vorher den Beschreib von der Manus, der Persönlichkeit. Wenn man bei dir in die Kindheit zurückgeht, hatte ich gefragt, wie hätten dich deine Eltern beschrieben. Und du hast gesagt, sie hätten gesagt, es ist ein Lieben und ein Zufrieden.
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Ja, ich war ein Anpasster. Also, ja, ich habe es auf der Welt immer schön gefunden. Und ich habe ja Matur im 68er gemacht. Und das gibt ja die berühmten 68er-Revolte. Und ich bin ja dann neu an die Uni gekommen. Und dort hat es natürlich geschwappt, die linke Revolution ist ausgerufen worden. Und ich habe aber eigentlich zuerst mich überhaupt... den Weg finden. Wie ist das an der Uni? Und die haben gesagt, das ist alles schlecht organisiert. Ich habe das gar nicht gewusst. Ich bin neu dazugekommen. Also ich bin, und das wagt kaum einer zu sagen, der in so einer Zeit gelebt hat, weil es völlig unsexy war.
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Ich war dann nicht bei den 68er-Revoluzern. Ich war bei den Anpassern, die gesagt hat, lasst mich meine Vorlesungen besuchen und stört das nicht immer. Und ein bisschen lächeln muss ich. Ich hatte dann viele Kommilitonen dort. Und das waren relativ wenig, das waren wirklich die Revoluzer. Aber im Nachhinein gehört es offenbar zum guten Ton, zu sagen, als ich jung war, weisst du, 68 Revoluzer, was ich dort alles gemacht habe. Und ich muss auch sagen, das stimmt einfach nicht.
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Das war auch hier eine absolute Minderheit, die hier gekehlt hat. Und das wird jetzt so unstilisiert. Eine Generation davor war es der Aktivdienst im Zweiten Weltkrieg. Und bei meiner Generation sind es 68 Jahre alt, wo alle angeblich unglaublich revolutionär da sind.
29:31
Und du hast den Begriff angepasst verwendet. Und das finde ich auch noch ein spannender Begriff, wenn man schnell ein bisschen nachzeichnet. Du bist als Einzelkind aufgewachsen mit einer Mutter aus dem Welschland, mit einem Vater aus der Deutschschweiz. Und das angepasst kommt schon ein bisschen aus deiner Kindheit heraus. Was meinst du damit, wenn du sagst?
29:53
Ja, das glaube ich.
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Vermittlung, oder was ist es?
29:56
Nein, ich lasse nicht mehr beide Seiten kennen. Ich habe das gesehen. Die Welscher sind eher ein bisschen laissez-faire und Lebensfreude. Die Deutschschweizer sind eher fleissig.
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Der, der fleissig ist, soll belohnt werden. Der Deutschschweizer hat es nicht gern. Sie ist jetzt einfach ein Talent. Vielleicht müsste sie überhaupt nicht üben und hat trotzdem Erfolg. Das käme bei den Schweizer gar nicht gut an. Weil als Schweizer musst du etwas leisten und machen. Und einer, der einfach ein Talent hat und nichts mehr macht und gleich Erfolg hat, das widerstrebt der innere Seele Deutschschweizer. Und ich habe immer bei den Deutschschweizer die Weltschen verteidigt. Ich habe bei den Weltschen... Deutschschweizer verteidigen.
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Das ging nicht mehr so weiter. Ich war dann selbst beim Radio und dann zum Fernsehen. Das war eine gewisse Rivalität zu meiner Zeit. Ich habe dann immer beim Radio die Fernsehleute verteidigt und beim Fernsehen die Radio-Leute verteidigt. Und nachher habe ich dann den Sprung vom Sport zu der Unterhaltung geschafft. Und wieder habe ich dann beim Sport Unterhaltungsleute verteidigt. Und wieder unterhaltig Sportleute verteidigt. Weil jede Medaille hat einfach ihre zwei Seiten. Und so ist das auch politisch.
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Also jeder hat ein wenig recht. Aber jeder hat eben auch bei seiner Ideologie die Rückseite der Medaille. Und die ist dann manchmal ein wenig stärker als die anderen. Also da müssen wir eigentlich von allen das Beste zusammennehmen. Mit anderen Worten, ich hätte eigentlich Diplomaten werden sollen.
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Das wäre dann die zweite Möglichkeit. Aber vielleicht das immer ausbalancieren, der Mittelweg suchen, ist vielleicht Teil deines Erfolgs geworden. Manusch, Angepasst sein, wenn man deine Biografie anschaut, und Benni hat vorhin den Durchschnittsschweizer erwähnt, wir nehmen ihn jetzt gerade noch schnell an die Hand. Ich lese deine Biografie und sehe, du bist nie in die Schule gegangen. Du bist auf der Kanarischen Insel aufgewachsen, zusammen mit deinen Geschwistern.
32:01
Du hast als Kind viele Erlebnisse in der Natur, am Strand. Und dann denke ich mir, als, ich sage jetzt, traditionelle Schweizerin, was müssen das für Ältere gewesen sein? Sind das Hippies gewesen? Sind das Aussteiger gewesen?
32:20
Wir haben uns jetzt entschieden, dass für heute meine Mutter sich doch noch die Treadlocks abschneidet, aber nein, was? Ähm...
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Es ist sehr schwierig zu beschreiben, weil ich glaube, was uns durch das ganze Leben begleitet, was teilweise auch für mich persönlich dann Herausforderung bedeutet hat, aber nicht nur im Negativen, ist, dass wir nie in eine Kategorie gepasst haben. Man kann nicht sagen, wir sind einfach Aussteiger, wir sind irgendwie hibbis oder irgend sowas, das hätte nicht funktioniert. Es war ein Lebenskonzept, eine Idee von meinen Eltern und das das bestmöglichste Leben zu ermöglichen.
33:08
Die ersten Jahre auf La Palma in Spanien waren wirklich paradiesisch. Es war wirklich das Paradiesische.
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Was ist so schön? Wir kommen mit dir schnell mit. Und dann, was erleben wir?
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Okay. Man muss sich vorstellen, Das ist mir schon mal passiert vor ganz kurzem. Ich hatte jemandem erzählt, dass mein Vater, also meine Großeltern Ungarn sind und dass meine ganze Familie, also meine Geschwister und meine Mutter alle Geige gespielt haben und dass wir zeitweise im Camper gelebt haben und dass ich Manu scheißen war. So, ah, ihr wart Zigeuner.
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Das war nicht der Fall. Wir haben tatsächlich zeitweise im Camper gelebt und wenn man dann zu sechs auf so einem kleinen Raum lebt, ist man sich wahnsinnig nah wie Ein Tag hat vielleicht so ausgesehen in meiner Erinnerung, das ist natürlich auch meine kindliche Erinnerung, aber es hat so ausgesehen, dass wir teilweise sind meine Eltern über Nacht gefahren und das schönste war, wenn es dann geregnet hat und aufs Dach geplätschert hat. Und wenn man dann morgens an einem neuen Ort aufbaut, Aufwacht in der Nähe von einem Strand.
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Und man hat wirklich jeden Tag die Möglichkeit, die Welt neu zu entdecken. Und man geht raus, man hat Geschwister. Das war wirklich das Schönste für mich, dass ich Geschwister hatte. Ansonsten wäre das gar nicht gegangen.
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Der Tag hat mit Abenteuern angefangen. Wir konnten einfach rausgehen, wir konnten in den Wald gehen, irgendwelche Schädel finden. Mal haben wir ein ganzes Skelett von einem toten Pferd gefunden in den Bergen. Und das war einfach so spannend. Wir hatten eine Phase, da waren wir total angefressen von den Urmenschen. Wir haben dann angefangen...
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rohe Krewetten oder sowas zu essen, nur um uns wie Urmenschen zu fielen. Klingt jetzt nicht gerade so attraktiv, aber es war in dem Moment unglaublich spannend. Und dieses Gefühl von, dass alles möglich ist, dass es keine Grenzen gibt, dass wirklich, man fühlt sich so frei und sich selbst. Und dieses Gefühl habe ich von dort wahnsinnig mitgenommen und es ist tief verankert.
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Jede Sache hat seine Kehrseite. Die Freiheit, die du gerade ansprichst, und danach kommst du aber in ein System. Mit Musikhochschulen, dort wird es Studienpläne geben. Ist das eine Herausforderung für dich?
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was ich gemacht habe, eine der ersten Sachen, ich habe angeeckt, weil ich die Absenzenregeln nicht ganz verstanden habe und sie nicht ganz richtig fand und ich nicht richtig fand, dass ich den einen Kurs nicht angerechnet bekommen habe und dann mit meinem Studiengangsleiter ein bisschen, aber jetzt verstehen wir uns sehr gut. Also nach diesem ersten Mal haben wir dann richtig einen Draht zueinander gefunden. Aber ja, bestimmt, sobald ich Es war ein schwieriger Wechsel, als wir zurückkamen in die Schweiz, ich war sieben oder acht.
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Wir hatten angefangen, sehr intensiv Schach zu spielen. Wir haben angefangen mit Wettbewerben und so weiter.
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Von dem her, wir kamen etwas mehr in Kontakt mit einer Form von einem rigiden System. Aber als ich angefangen habe zu studieren und ich 16 war, war das erste Jahr auf jeden Fall extrem herausfordernd, weil ich jünger war als alle anderen. Und weil ich teilweise das Gefühl hatte, es gibt ein Buch für Alltagsregeln, ein Buch, das irgendwie jeder gelesen hat. Nur ich habe es nicht gelesen.
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Aber nach einer Weile habe ich gemerkt, dass es dieses Buch nicht gibt und dass sich jeder so fühlt. Das hätte er dieses Buch nicht gelesen. Und diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass ich weniger versucht habe, weniger daran gedacht habe, dass es nötig ist, dass ich mich verändere, dass ich mich anpasse, sondern dass ein Okapi steht vielleicht nicht in einer Badewanne am richtigen Ort, aber ein Okapi hat irgendwo seinen richtigen Ort. Ich muss nur den richtigen Ort für meinen Okapi finden und dann werde ich auch glücklich werden.
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Interessant.
37:19
In der Sendung «Persönlich», in der wir vielleicht auf der Suche sind, wo unser richtiger Platz ist. Beni schaut auf die Uhr und sagt, jetzt sagt sie «Sendung...» Jawohl, genau.
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Immer. Ich höre ihn persönlich. Immer. Über die Zeit heisst sie, ich höre die Sendung persönlich.
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Und ich weiss ja, das dürfen wir jetzt ja noch einmal verraten. Das wissen viele nicht.
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Du hast einen ganz engen Bezug zu dieser Sendung, der ja dieses Jahr 50-Jähriges Jubiläum feiert.
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Dein Bezug? Vor 51 Jahren ist ein Moden aufgekommen, Talkshow aus den USA. Und natürlich hat das Schweizer Radio gedacht, das könnten wir ausprobieren. Und das hat die grosse Radio- und Fernseh-Ausstellung gegeben, im Zürcher Hallenstadion, die Vera. Und dort haben sich die Radio präsentiert und mussten etwas Attraktives machen. Und in diesem Jahr... haben wir das Format der Talkshow ausprobiert. Das war sozusagen eine Pilotsendung von Persönlich.
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Und das haben die Moderatoren der Abteilung Information gemacht, weil nur die sind seriös genug gewesen. Und dann aber, um die Leute anzuziehen an die Ferien, gab es dann auch eine Probesendung mit lauter Sportlern. Und Sport ist dann da für die Informationsmännische, hat eigentlich so einen guten Ton gehört, dass man dort nicht rauskommt. Und dort habe ich dann als Sportmitarbeiter die Sendung moderiert. Ich weiss, Jack Günthard ist einer von diesen Studiogest gewesen, Kunst- und Nationaltrainer, hat auch gerade Vito mit Jack gemacht, wo das ganze Volk turnet hat, jeden Morgen auf seine Anweisungen.
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Und dann habe ich dort wirklich eine von diesen Pilotsendungen von persönlich moderiert. Und darum kann ich es eigentlich persönlich auch moderiert, im Jahr minus ein, so persönlich.
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Das sagt Benni Thuner, fast persönlich Moderator und heute Gast. Das Leben hat ja auch seine Höhepünkte, seine Berichte. Es gibt Ereignisse, die einen den Rest des Lebens beschäftigen. Manu, ich komme auf ein Ereignis zu, das deine Familie erlebt hat, als du knapp zweijährig warst. Sie waren auf einem Schiff, das untergegangen ist. Das muss... Das waren wahnsinnig dramatische Momente. Zu wenig Rettungsboot, zu wenig Sicherheitswesten, eine Familie mit drei Kindern, die um das nackte Überleben kämpft.
39:43
Du warst knapp zwei Jahre alt, die Bilder wahrscheinlich eher verschwommen. Was ich spannend finde, war der Moment, in dem du den Zugang zur Sprache verloren hast.
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Ja, also wie du gesagt hast, an den Moment, an das Schiffsunglück selber kann ich mich nicht wirklich erinnern. Die Erinnerungen für mich fangen danach an und ich kann mich an die Folgen des Schiffsunglück erinnern.
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Das ganze Schiffsunglück ist ein ganzes Krimi. Darüber könnte man stundenlang reden. Wer das genau wissen möchte, kann mit meinem Vater reden. Der weiß das sowieso besser und redet sehr gerne drüber.
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Danach, nachdem dieses Unglück passiert ist, hatte ich tatsächlich aufgehört zu reden für ein Jahr, vermutlich von dem Jacques. Und ich...
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habe ich eigentlich mit zweieinhalb, also kurz darauf, angefangen Geige zu spielen. Und es klingt zwar sehr wie ein Klischee und sehr kitschig, aber irgendwo kann man doch sagen, dass die Musik mir geholfen hat, meine Sprache wiederzufinden oder eine Sprache für mich zu finden, die auch außerhalb dieser menschlichen Sprache liegt, die in diesem Moment vielleicht etwas mit negativen Erinnerungen behaftet war. Ja.
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Beni, selbst bei dir gab es Brüche im Leben? Man kennt dich als Fernsehlegende, als der grosse Samstagabend-Kistenmoderator. Wo wolltest du uns sagen, war der Bruch, der mit deinem Leben noch etwas gemacht hat?
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Also ich muss wirklich suchen. Von dort her hatte ich Glück. Es gibt auch das Heiseldrama, Champions League-Finale mit 28 Toten, wo es zu wenig Platz gab für die Zuschauer. Wo du vor Ort warst, oder? Die sind dann geflüchtet. Es gab noch so Hacks zwischen den Zuschauern und dem Fussballfeld und die Leute sind dann gedrückt worden und hat dann... Spitz, Speer, also das ist fürchterlich. Und das andere ist natürlich meine Scheidung.
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Das ist eigentlich der grosse Negativpunkt, wie man am Leben sagt. Ich war eigentlich immer ein Slalomläufer, der immer die Ideale gefunden hat, bis zu dem einen. Und da überlegt man sich natürlich lange, was es war. Und unterdessen bin ich Fatalist. Ich hatte eigentlich nur zwei grosse Lieben, meine Frau und mein Beruf.
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Und beide hätten eigentlich 100% beansprucht und der hat den Beruf sozusagen weggehauen. Ich hätte jetzt ein bisschen weniger machen im Beruf und ein bisschen mehr familienfester mitmachen, aber ich wäre dann wahrscheinlich genau gleich auch unglücklich geworden und wäre dann irgendwie...
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unwirsch und mürrisch und unzufrieden und dann hätte ich wahrscheinlich auch nicht gelebt. Ich bin dort ein bisschen fatalist. Das Leben läuft einfach so und du probierst immer, das Beste zu machen. Ich überlege mir auch nie, hätte ich etwas anderes machen sollen. Du entscheidest dich immer zu einem gewissen Zeitpunkt, wo du diese und diese Informationen hast und aufgrund davon entscheidest du dich. Und dann ist es schon möglich, dass man dann später merkt, es wäre besser gewesen, wenn du dich anders entschieden hast.
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Aber du hast gar nicht anders können zu diesem Zeitpunkt.
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Eine interessante Rückstelle. Benni, du hast vor rund 20 Jahren, bist du schon mal Gast im Persönlichen, und du hast gesagt, der Sinn des Lebens ist die Suche nach dem Sinn des Lebens. Ja. Hast du ihn schon gefunden?
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Ja, eigentlich schon. Also die Frage wird mir relativ häufig gestellt. Und ich bin jetzt wirklich der Meinung, jeder Mensch ist auf der Welt, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Ich weiss, wir sind 8 Milliarden oder 9 Milliarden Menschen unterdessen und der Einzelne bewirkt sozusagen nichts. Aber alles, was du machst, musst du dir immer vorstellen, wenn es das alle anderen 9 Milliarden auch machen würden, was das für eine Wirkung hat. Und du veränderst zwar die Welt nur um einen Millionstel, 100 Milliardenstel Millimeter, in die eine oder andere Richtung, aber du sollst einfach so leben, dass es immer einen Millimeter vorne geht und nicht hinten.
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Also der Herr Trump und der Herr Putin zum Beispiel, die bringen jetzt massiv hinten. Das ist jetzt...
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Benni überzeugt immer noch mit sehr pointierten Aussagen schon zum Start der Sendung und jetzt weiter. Das sind natürlich Zugänge, die auch sehr persönlich gewerbt sind. Manu, wenn wir in dein Leben noch einsteigen, in die 20 Jahre jetzt, du bist eben voll in der Ausbildung, hast dich an diesem Instrument verschrieben. Du hast mal gesagt, du bist jetzt in einer Phase, in der du die Balance suchst zwischen der persönlichen Entwicklung im Leben und dem Fokus bezogen auf die Musik.
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Mit 20, was für Fragen, was für Antworten haben wir auf die Frage nach, was ist der Sinn des Lebens? Grosse Frage.
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Tonnen an Fragen und Milligramm an Antworten.
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Es ist das...
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die Balance, die du ja eigentlich auch angesprochen hast, zwischen Beruf und persönlichem Leben, Ich meine eben, ich bin ganz noch am Anfang, aber auch da ist es für mich schon eine intensive Frage, mit der ich mich beschäftigt habe die letzten Jahre, weil diese Zeit ist so wichtig, so prägend und ich möchte mich kopfüber in die Musik stürzen, in alles, was ich lernen kann. Es gibt so viel, es ist so spannend.
45:43
Aber dann gibt es auch noch die persönliche Entwicklung. Und natürlich geht es miteinander einher. Wenn ich mich der komplette Musik widme, entwickle ich mich ja auch persönlich. Aber es gibt Aspekte, die ausbleiben. Und die sind auch unglaublich wichtig. Und ich habe die vielleicht mehr und mehr gesucht im letzten Jahr. Und gerade wenn ich so viel reise und so viele neue Menschen kennenlerne, lerne ich zu schätzen, wie unglaublich wertvoll das ist, die Menschen zu kennen. Oder die Musikerwelt ist so klein, Und so verbunden, dass wenn man sich irgendwie in einem Meisterkurs in North Carolina in Amerika kennenlernt, man kann sich dann wieder in einem kleinen Bergdorf in der Schweiz an einem Festival wieder treffen.
46:28
Irgendetwas. Das ist so schön und deswegen ist das auch so ein wichtiger Aspekt. Aber ich habe noch nicht herausgefunden, wie man das balancieren kann. Es ist noch immer ein Prozess. Ich glaube, das wird noch ein Leben lang so weitergehen.
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Dann schaue ich zum Benni, 77, Karriereplanung in deinem Alter, wie sieht die aus?
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Also habe ich natürlich keine mehr, aber man muss immer noch Pläne haben. Also irgendetwas Verrücktes, ich habe natürlich etwas im Hinterkopf, vielleicht wird das aber nie passieren und nein, nein, ich werde überhaupt gar nichts verraten.
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Man muss immer... Walter Andreas Müller hat mich da eigentlich auch motiviert. Er hat schon mit 80 Diner von WAM gemacht. Und ich sehe auch andere noch. Beppe Lienhardt war auch schon 80, sieht immer noch gut aus, ist immer noch fit. Also nicht jetzt einfach resignieren. Und im Schaukelstuhl hin und her und im Dunkeln und ein bisschen dahinter.
47:28
Das ist Wunsch. Und was ist die Realität?
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Die Realität ist, dass ich immer noch etwas mache, was ich gerne mache. Ich werde immer noch angefragt für Sachen, da habe ich immer noch Freude. Ich verfolge natürlich auch immer noch Fussballmatchen, Lichtathletik usw. Das war meine Leidenschaft, ich habe darüber nicht berichtet, damit ich als Sportreporter berühmt werde, weil das eine angenehme Art ist, Geld zu verdienen. Das hat mich wirklich interessiert. Darum interessiert es mich auch jetzt noch, wo ich kein Geld mehr damit verdiene.
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Da kannst du endlich alles machen, was du willst. um 08.30 Uhr aufstehen, ausgiebig zum Morgenessen, Zeitung lesen und dann kannst du auch sparteln. Bewegung ist ja im Alter wichtig. Solange du arbeitest, hast du gar nicht so viel Zeit. Jetzt fahre ich jeden Tag eine Stunde mit dem E-Bike unterdessen. Das ist ja so, in meinem Alter bist du nicht mehr so wahnsinnig fit, dass du mit dem normalen Velo der Klausen passt auf und abfährst.
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Aber mit dem E-Bike, wenn du nicht dran bist, dann bleib still. Du musst gleich etwas machen. Und das habe ich auch gemerkt, auch für das Gewicht ist gut. Es hilft eigentlich nur die Länge. Also jeden Tag eine Stunde gehen, das hilft mehr als 20 Minuten lang, wie ein Berserker. Irgendetwas machen.
48:53
Das heisst, Benny im Schalkenstuhl, das Bild werden wir nicht haben, sondern der, der beweglich bleibt und am Leben teilhat. Manusch, ein Bild, wenn du dir eines zeichnest, wo du dich vielleicht siehst, was blitzt auf? Ein Bild wann? Jetzt, oder in fünf Jahren, oder in zehn Jahren, wie du willst.
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Das ist ein absolut dummes Bild, tut mir leid, aber das erste Bild, das in meinen Kopf kam, ist, dass ich vor einem grossen Schokoladenberg mit 80-100% Schokolade setze.
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Sehr gut. Voilà. Ich finde, das ist ein Bild direkt aus dem Leben. Das nehmen wir mit und schon sind wir durch mit dieser Sendung persönlich und dem Einblick ins Leben meiner beiden Gäste. Schön, dass ihr da war. Herzlichen Dank, Manu Stott und Beniturner.
50:06
Ja, und dank Manu Stott haben wir jetzt alle wahnsinnig Lust auf Schokolade. Die Sendung persönlich, die ihr gehört habt, moderiert hat sie Michelle Schönbechler. Ihre Gäste, Manu Stott, Pianistin und Beni Thurnherr, Moderator, im Stadthaussaal Zefretiken. Sie waren für die Technik verantwortlich, Thies Gans und Martin Zech. Und die Sendung, wenn ihr sie jetzt nicht ganz gut hören könnt, und gerne nochmal würdet, heute Abend um 10 Uhr live auf Radio SRF 1, oder... Die könnt ihr natürlich als Podcast nachhören bei uns unter srf1.ch-persönlich.
50:38
Und noch so als Hinweis auf nächsten Sonntag, das ist der 13. September. Da ist Olivia Röllin, die Moderatorin. Und ihre Gäste sind Gaby Aschwande, das ist eine Wanderrangerin und ehemalige Hüttenwartin der Fridolinshütte. Und David Kühne, der ist Plakatgestalter und Buchdrucker.
50:58
Treffen Sie sich im Fabriktheater in Schwanden, klar aus. Und für diese Veranstaltung braucht man keine Anmeldung. Also Sie können einfach vorbeigehen und seien herzlich willkommen. Dann wünsche ich Ihnen viel Freude nächsten Sonntag.
51:15
Das war ein Podcast von SRF. Produziert im Auftrag der SRG.