Beziehungskosmos

Beziehungskosmos de Sabine Meyer & Felizitas Ambauen

Journalistin Sabine Meyer stellt die Fragen und Psycho- und Paartherapeutin Felizitas Ambauen antwortet.

Was macht gute Beziehungen aus? Und wie kann man sie lernen? Auch zu sich selbst. Was sind die klassischen Alltagsfallen? Und wie verstehe ich mich und andere besser?

Die beiden Frauen führen die Hörer:innen auf leicht verständliche und nahbare Art an psychologische Kernfragen heran. Es geht um Prägungen aus der Kindheit und daraus entstehende Bindungsmuster. Um unflexible Glaubenssätze, die unsere Weltsicht beengen und um starre Schemata, die wenig Entwicklungsspielraum lassen. Aber auch um Emotionen und Bedürfnisse und darum, wie wir eine immer tiefere Verbundenheit zu uns selbst und unserem inneren Kind erlangen können.

Dieser Podcast ist ein wohlwollender Begleiter zur Selbstreflexion und lässt einen Schritt für Schritt beziehungsweiser werden.

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Mehr zu Felizitas Ambauen, Paar- und Psychotherapeutin: https://www.ambauen-psychologie.com/
Mehr zu Sabine Meyer, Journalistin und Podcast-Coach: https://www.sabinemeyer.ch/
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Resumo do episódio

Das Kind sitzt beim Abendessen am Tisch und unterbricht ständig die Gespräche der Erwachsenen. Trotz mehrmaliger Aufforderung, bitte stiller zu sein, klappt es nicht. Bis der Vater brüllt: «Solange Du Deine Füsse unter meinem Tisch hast, machst Du, was ich Dir sage!» Wir alle tragen die Erziehungsmethoden und Beziehungserfahrungen in uns, die wir in unserem Herkunftssystem erlebt haben. Ob sie uns nun dabei halfen, unsere Bedürfnisse auszudrücken oder uns in ein Verhaltenskorsett schnürten, alle sind fest verankert. Unter hohem Stress und viel Spannung kommen genau diese Sätze und Bewertungen wieder hoch, die wir selbst erlebt haben. Gerade in Situationen oder Übergängen, die für uns selbst als Kind hochemotional waren, werden unsere kindlichen Schemata aktiviert. Obwohl wir gerade selbst die Eltern sein sollten, fühlen wir uns wieder wie damals als Kind: Beim Schuleintritt, beim Weihnachtsessen, am Elternabend. Und wir werden zu den autoritären Stimmen unserer Kinder. Doch die gute Nachricht ist: daran kann…

Episódios

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145 Musterbruch - Oder wie wir nicht zu den autoritären Stimmen unserer Kinder werden

Das Kind sitzt beim Abendessen am Tisch und unterbricht ständig die Gespräche der Erwachsenen. Trotz mehrmaliger Aufforderung, bitte stiller zu sein, klappt es nicht. Bis der Vater brüllt: «Solange Du Deine Füsse unter meinem Tisch hast, machst Du, was ich Dir sage!» Wir alle tragen die Erziehungsmethoden und Beziehungserfahrungen in uns, die wir in unserem Herkunftssystem erlebt haben. Ob sie uns nun dabei halfen, unsere Bedürfnisse auszudrücken oder uns in ein Verhaltenskorsett schnürten, alle sind fest verankert. Unter hohem Stress und viel Spannung kommen genau diese Sätze und Bewertungen wieder hoch, die wir selbst erlebt haben. Gerade in Situationen oder Übergängen, die für uns selbst als Kind hochemotional waren, werden unsere kindlichen Schemata aktiviert. Obwohl wir gerade selbst die Eltern sein sollten, fühlen wir uns wieder wie damals als Kind: Beim Schuleintritt, beim Weihnachtsessen, am Elternabend. Und wir werden zu den autoritären Stimmen unserer Kinder. Doch die gute Nachricht ist: daran kann…

23 out. 2026
153-

144* Familiengeheimnisse - Oder wenn es mehr als eine Wahrheit gibt

Anhand des Romans «Geschwister» von Moa Herngren analysieren die Moderatorinnen tiefgreifende psychologische Dynamiken und familiäre Muster. Im Fokus stehen der Drang zur Kontrolle, das Erbe eines narzisstischen Vaters sowie die Auswirkungen von Familiengeheimnissen auf die Geschwister Andrea, Ulrika und Rasmus. Die Diskussion beleuchtet, wie traumatische Erlebnisse, wie die Affäre des Vaters und überbehütende Verhaltensweisen der Mutter, zu emotionaler Verstrickung und Identitätsverlust führen. Dabei wird auch die Chance betrachtet, wie die nächste Generation durch das Ablehnen vererbter Rollen eine Möglichkeit zur Auflösung dieser belastenden Strukturen bietet.

09 out. 2026
152-

143 Co-Regulation - Oder zurück in die Sicherheit

In dieser Episode wird das Konzept der Ko-Regulation und die wechselseitige Wirkung von Nervensystemen beleuchtet. Die Moderatorinnen diskutieren, wie emotionale Unterstützung durch Präsenz und Sicherheit gelingt – sei es in der Kindheit, in therapeutischen Beziehungen oder in Partnerschaften – und warum rein verbale Zusicherungen oft hinter der körperlichen Schwingung zurückstehen. Zudem wird der Weg zur effektiven Selbstregulation thematisiert. Dabei liegt der Fokus auf der Notwendigkeit von Selbstwahrnehmung und der Fähigkeit, sowohl eigene Bedürfnisse zu spüren als auch die Umgebung oder andere Menschen als unterstützende Ressourcen für die eigene Regulation zu nutzen.

25 set. 2026
151-

142 Die narkotisierte Gesellschaft - Oder über den grünen Flight

In dieser Episode wird die Unterscheidung zwischen gesunder und dysfunktionaler Vermeidung beleuchtet. Die Moderatorinnen erläutern, dass der entscheidende Faktor für das Verhalten nicht die Handlung selbst ist, sondern das dahinterliegende Motiv sowie die Fähigkeit zur bewussten Steuerung von Mechanismen wie Fight, Flight oder Freeze. Zudem wird thematisiert, wie soziale Medien und eine moderne „Palliativgesellschaft“ die Selbsterkenntnis erschweren. Es wird diskutiert, wie der Drang nach ständiger Effizienz, Kontrolle und dem Vermeiden von Schmerz dazu führen kann, dass echte menschliche Tiefe und Verletzlichkeit verloren gehen.

11 set. 2026
150-

141 Synchronität - Oder wie echte Verbindung entsteht

Sabi Maier und Felicitas Sambauer diskutieren über die Konzepte von Synchronität und Resonanz in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie erläutern, wie frühe Bindungserfahrungen die Neurobiologie der Resonanzfähigkeit prägen und welche Rolle Faktoren wie Stress, Selbstwahrnehmung und kulturelle Prägungen für echte Verbindung spielen. Das Gespräch vertieft zudem die Bedeutung von emotionaler Verfügbarkeit und körperlicher Wahrnehmung. Es wird aufgezeigt, wie chronische Erschöpfung oder Ablenkung die Fähigkeit zur Resonanz einschränken können und wie bewusste „Begegnungsinseln“ helfen können, die emotionale Sicherheit und Verbundenheit zu stärken.

28 ago. 2026